Winfried Grohsmann verlässt die Gemeinde St. Lambertus und den Pastoralverbund Süd in Castrop-Rauxel und wechselt als Gefängnispfarrer in die JVA Werl. Warum? Das hat er uns bei einem Termin auf dem Friedhof auf Schwerin erzählt. © Tobias Weckenbrock
Katholische Kirche

Video-Interview: Warum gehen Sie ins Gefängnis, Herr Grohsmann?

Im September ist für Pastor Grohsmann Schluss in Castrop-Rauxel. Er verlässt die Stadt nach 25 Jahren und geht in eines der größten Gefängnisse mit über 1000 Haftplätzen. Was hat ihn dazu bewogen?

Winfried Grohsmann verlässt die Gemeinde St. Lambertus und den Pastoralverbund Süd. Wohin der Pfarrer wechselt, der seit 25 Jahren in Castrop-Rauxel tätig ist, steht nun auch fest: Er geht ins Gefängnis, in eine der größten Justizvollzugsanstalten Deutschlands, und wird Gefängnispfarrer in Werl. Mit uns hat er darüber gesprochen, was ihn dazu bewogen hat.

1034 Haftplätze gibt es im Knast im Kreis Soest, der anders als die JVA Meisenhof nicht im offenen, sondern im geschlossenen Vollzug arbeitet: Die Menschen, die hier einsitzen, sind zu Freiheitsstrafen verurteilt. Auch die erhöhte Haft-Stufe in der sogenannten Sicherungsverwahrung gibt es: Hier sind Straftäter untergebracht, bei denen ein hohes Gefährdungsrisiko besteht. Zudem arbeiten über 500 Menschen in der JVA.

Für die Seelsorge sind sowohl die evangelische als auch die katholische Kirche vor Ort. Die Pfarrstelle des katholischen Priesters übernimmt dort ab dem 1. Oktober Grohsmann, wie er jetzt in unserem Interview erklärte. Dabei gab er einen Einblick in die Frage, wie er mit Straf- und Intensivstraftätern umzugehen gedenkt, was er als seine Hauptaufgaben ansieht und warum er ein Arbeitsleben in einer Haftanstalt anstrebt.

Nachfolger von Grohsmann in Castrop-Rauxel wird Christoph Gundermann. Er kommt im Oktober aus Lennestadt.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
Gebürtiger Münsterländer, Jahrgang 1979. Redakteur bei Lensing Media seit 2007. Fußballfreund und fasziniert von den Entwicklungen der Medienwelt seit der Jahrtausendwende.
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Tobias Weckenbrock

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