Viele Eltern warten in Castrop-Rauxel auf Kita-Plätze für ihre Kinder

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Im März erklärt die Stadt Castrop-Rauxel, dass 167 Kinder noch keinen Betreuungsplatz haben. Mehr als vier Monate später sind noch immer viele Kinder ohne Betreuungsplatz.

Castrop-Rauxel

, 04.08.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im März gab es in Castrop-Rauxel noch 167 Kinder, die ohne Betreuungsplatz waren. 548 Kinder hatten einen Betreuungsplatz in einer Kita oder Tagespflege erhalten. Im Kita-Navigator hatten sich mehr beworben.

Für 99 Kinder gibt es in Castrop-Rauxel noch keine Betreuungsmöglichkeit. Für viele Eltern ist ein Kita-Platz ein absolutes Muss. Wenn beide Eltern berufstätig sind, sind Eltern auf die Betreuung der Kinder in einer Kita angewiesen.

Die Vergabe der Kita-Plätze läuft in Castrop-Rauxel über den Kita-Navigator. Im Navigator können Eltern drei Wunsch-Kitas angeben. Die Plätze werden dann nach einem Punktesystem vergeben.

Die Stadt erklärt dazu schriftlich, es gebe

  • „99 Kinder, die einen Rechtsanspruch haben
  • sich vor mindestens 6 Monaten bei uns gemeldet haben
  • über ein Jahr alt sind
  • noch im Kita Navigator registriert sind
  • in Castrop ihren 1. Wohnsitz gemeldet haben

und zur Zeit noch unversorgt sind".

Wer keine Bedarfsanzeige stellt, fliegt raus

Bis zum 14. April mussten die Eltern eine Bedarfsanzeige gestellt haben, mit der die Eltern ihren Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz unterstreichen und so auf der Warteliste bleiben. Vor dieser Frist waren noch 167 Kinder ohne einen Kindergartenplatz, nach dieser Frist sind es nun noch 99 Kinder, die entweder keine Bedarfsanzeige gestellt haben oder keinen Betreuungsplatz gefunden haben.

Entscheidend für die Vergabe eines Kita-Platzes ist die Berufstätigkeit der Eltern, ob Mutter oder Vater alleinerziehend sind oder Geschwisterkinder bereits einen Kita-Platz in der Wunsch-Kita haben. Bei den U3-Kindern werden den Eltern als Alternative zu einem Kita-Platz, Plätze bei Tagesmüttern angeboten.

„Die Vergabe der Kita-Plätze ist ein dynamisches Verfahren, bei dem sich bis zum letzten Moment noch viel verändert", sagt Uta Stevens von der Pressestelle der Stadt auf Anfrage.

Ein Vater, der anonym bleiben möchte, erklärt uns: „Unser Kind wäre bei einer Tagesmutter unterfordert. Es braucht Platz, viele andere Kinder und soll gefördert und gefordert werden. Das kann eine Kita viel besser leisten, als eine Tagesmutter. Als Vater ist es schwierig auf sein Kind zu sehen und zu wissen, dass es keine angemessene Betreuung erhält."

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