Villa Kunterbunt muss eine weitere Gruppe einrichten

U3-Quote

Trotz einer landesweit durchaus vorbildlichen Versorgungsquote von 38 Prozent bei den U3-Plätzen wird Castrop-Rauxel den gesetzlichen Betreuungsanspruch der Eltern im kommenden Kindergartenjahr nicht ohne ein Zurückfahren der Standards erfüllen können.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 20.04.2013, 08:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Erhalten Zuwachs: Die U-3-Kinder der Villa Kunterbunt mit Erzieherinnen Anastasia Koresti (l.) und Birgit Schweiger.

Erhalten Zuwachs: Die U-3-Kinder der Villa Kunterbunt mit Erzieherinnen Anastasia Koresti (l.) und Birgit Schweiger.

 484 U3-Plätze in den Kindergärten und 90 bei Tagesmüttern ergeben bei 1510 Kindern unter drei Jahren in unserer Stadt eine Versorgungsquote von 38 Prozent. Der tatsächliche Bedarf beträgt laut Elternabfrage 42 Prozent. Als mögliche Lösung stellte Glöß vor dem Ausschuss die zeitweilige Umwidmung des Bewegungsraumes des Kindergartens an der Zechenstraße als neuen U-3-Gruppenraum in Aussicht.  Eine Option, mit der sich Kindergartenleiterin Carmen Ziegler allerdings nur sehr schwer anfreunden kann. „Wir wollen natürlich unsere Standards beibehalten und dazu gehört auch die Bewegungstherapie“, erklärte sie im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch komme es auf keinen Fall infrage, „die Kinder zusammenzupferchen“. Als gangbaren Weg brachte sie die Anmietung eines Containers auf dem weitläufigen Gelände ins Gespräch, was allerdings auch eine Kostenfrage sei.

Auch Caritas-Vertreterin Veronika Borghorst bedauerte es „sachlich und fachlich“, dass die Erfüllung des Rechtsanspruches durch Zurückfahren der Kibiz-Standards erkauft werden müsse.  Ein kleines Scharmützel gab es im Ausschuss um die von der Verwaltung befürwortete Anhebung der Kindergartenbeiträge, die bei der Abstimmung von allen Parteien durch die Bank abgelehnt wurde. Hilmar Claus (CDU) forderte SPD und Grüne allerdings in diesem Zusammenhang auf, zu erklären, wie denn die 77 000 Euro Mindereinnahmen kompensiert werden sollten. „Das werden wir auch tun“, versicherte ihm Ausschuss-Vorsitzender Sebastian John (SPD).

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