Volkstrauertag in Castrop-Rauxel Gedenken an Flüchtlinge, Kriegsgefangene und Corona-Tote

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Kinder tragen einen Kranz zum Gedenken am Volkstrauertag über den Waldfriedhof Bladenhorst.
Kinder tragen einen Kranz zum Gedenken am Volkstrauertag über den Waldfriedhof Bladenhorst. © Volker Engel
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Volkstrauertag in Castrop-Rauxel. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. hatte eingeladen, um zu gedenken. Am Waldfriedhof Bladenhorst legten die teilnehmenden Vereine am Sonntagmittag (13. November) Kränze nieder.

Der Beigeordnete Michael Eckhardt begrüßte die Teilnehmenden vor Ort. Anschließend sprach Diakon Heinz-Jürgen Nolde von der katholischen Pfarrei Corpus Christi.

Der Feuerwehrseelsorger und hauptamtliche Sachgebietsleiter im Bereich Verwaltung sprach in seiner Rede zunächst über die 6 Millionen Corona-Toten, die es inzwischen gibt. Und hielt ein Plädoyer für den Föderalismus. Ja, es gebe Länder, in denen Corona Geschichte sei, aber in diesen Ländern entscheide ein Mensch für alle. „Die Krankheit wird uns ein Leben lang begleiten“, sagt Nolde.

Wenngleich der Volkstrauertag zum Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt begangen wird, wollte Nolde auch die Opfer der Pandemie nicht vergessen.

Er sprach aber auch von dem gegenwärtigen Krieg Russlands gegen die Ukraine. Gemeinsam beteten die Teilnehmenden für die Coronatoten, die Flüchtlinge und Kriegsgefangenen auf der Welt.

Der Volkstrauertag ist ein stiller, nationaler Gedenktag, der immer zwei Sonntage vor dem ersten Advent begangen wird. 2020 konnte der Gedenktag aufgrund der Pandemie nur in kleinem Kreis, ganz ohne Gedenkfeier stattfinden.

Auch dieses Jahr gab es coronabedingte Einschränkungen. Ein Chor durfte nicht singen.

Auf der Kriegsgräberstätte ruhen 344 Kriegstote des Zweiten Weltkriegs. Davon 165 Deutsche, 147 ehemalige Menschen aus der Sowjetunion, 21 Polen und 11 Menschen aus anderen Ländern.