Vorsicht beim Abfeuern von Riesenböllern

Warnung vor "Solaris"

Zu Silvester soll der Himmel wieder in knallbunten Farben erstrahlen. Im Trend liegen sogenannte Batterien, die, einmal gezündet, eine ganze Reihe von Knallkörpern hochjagen. Ungefährlich sind die jedoch nicht, wie eine aktuelle Warnung der Bezirksregierung zeigt.

CASTROP-RAUXEL

von Von Christian Püls

, 29.12.2011, 10:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim Abfeuern von Riesenböllern ist Vorsicht geboten.

Beim Abfeuern von Riesenböllern ist Vorsicht geboten.

Alle Artikel müssen von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung getestet sein, bevor sie in den Handel gelangen. Hände weg also von selbst gebauten Krachern sowie von Feuerwerk ohne Prüfnummer oder CE-Zeichen.

Die Arbeitsschützer der Bezirksregierung Münster haben am Donnerstagmittag bei der Kontrolle des Verkaufs von Silvesterfeuerwerk in einer Hertener Firma Feuerwerksbatterien mit den Namen „Solar“ und „Solaris“ aus dem Handel genommen. Sie sind mit verbotenen Anzündmitteln versehen und explodieren beim Anzünden sofort. Rund 30 bis 40 dieser Feuerwerksbatterien sind bereits verkauft worden. Der Verkauf weiterer Feuerwerksbatterien dieser Art wurde sofort gestoppt. Die Bezirksregierung Münster warnt eindringlich vor dem Abbrennen dieser Batterien, die offenbar besonders im Emscher-Lippe-Raum verkauft worden sind. Dem Benutzer bleibt nach dem Anzünden keine Zeit sich von dem entzündeten Gegenstand zu entfernen. Es besteht große Gefahr.

Doch auch der sachgemäße Umgang mit zugelassenen Explosivkörpern ist nicht ungefährlich. „Es bleibt immer ein Restrisiko“, sagt Meissner. Auf keinen Fall gehört Feuerwerk in die Hände von Kindern oder alkoholisierten Personen. Wie der Feuerwehr wird der Jahreswechsel auch dem EUV eine Menge Arbeit bereiten. Leiter Michael Werner bittet, zumindest Abschussvorrichtungen, wie Flaschen zur Seite zu räumen. „Sonst kommt es zu Glasbruch, schlimmsten falls auf Wegen und Fahrbahnen“, mahnt Werner.

Wer sich den Feuerzauber lieber sparen möchte, hat vielleicht etwas für „Brot statt Böller“ übrig. Die Organisation „Brot für die Welt“ sammelt seit Jahren für Entwicklungshilfeprojekte auf der ganzen Welt.

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