Vorwurf Vergewaltigung: Experte soll Persönlichkeit des Opfers begutachten

rnProzess gegen Kampfsporttrainer

Im Prozess gegen einen Kampfsporttrainer aus Castrop-Rauxel, der in Dortmund eine Schülerin vergewaltigt haben soll, fällt das Urteil wohl erst im Winter. Grund ist ein medizinisches Gutachten.

Castrop-Rauxel, Dortmund, Bochum

, 23.07.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung einer Kampfsportschülerin durch einen Taekwondo-Trainer (59) aus Castrop-Rauxel vor 27 Jahren wollen die Richter offenbar ganz auf Nummer sicher gehen.

Wie am Bochumer Landgericht bekannt wurde, soll eine mögliche Persönlichkeitsstörung (Borderline) bei der Belastungszeugin noch einmal durch einen Experten unter die Lupe genommen werden.

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Verteidigung hegt Zweifel gegen Belastungszeugin

„Wir erwägen die Einholung eines ergänzenden Gutachtens“, erklärte Richter Alexander Dehmel am Mittwoch (22.7.). Rein vorsorglich wurden bereits weitere Verhandlungstermine bis Ende September vereinbart. Mit der Fertigstellung des Gutachtens sei aber, wie es vonseiten des Gerichts hieß, frühestens im November zu rechnen.

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Die Verteidigung hatte zuletzt Zweifel an der Aussagetüchtig-, Erinnerungsfähig- und Glaubwürdigkeit der Belastungszeugin gesät. Die heute 44-Jährige hatte 2015 angezeigt, in den frühen 1990er-Jahren dreimal von ihrem Ex-Trainer vergewaltigt worden zu sein. Zwei Übergriffe sollen sich in der Umkleidekabine eines Kampfsportvereins in Bochum ereignet haben, ein weiterer in der damaligen Wohnung des Angeklagten in Dortmund-Barop.

Die Vergewaltigungsvorwürfe hatte die Zeugin zuletzt vor Gericht wiederholt und dabei erklärt: „Das Erinnern an die Taten ist für mich immer wieder wie ein Horrorfilm.“ Der 59-Jährige schweigt zu den Vorwürfen.

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