Warnstreik betrifft doch noch mehr Busse als bisher gedacht

Verdi-Protest

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi macht ernst: Nach den Warnstreiks in den vergangenen Wochen ist nun weiterer Stillstand angekündigt. Jedoch ist das Warnstreikverhalten wohl nicht einheitlich.

Castrop-Rauxel

, 17.10.2020, 10:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Busdepot am Engelsburgplatz: Die Busse der DSW21 werden wieder auf dem Betriebshof stehen bleiben.

Das Busdepot am Engelsburgplatz: Die Busse der DSW21 werden wieder auf dem Betriebshof stehen bleiben. © Tobias Weckenbrock

Die Tarifverhandlungen zwischen Arbeitsgeberverband und den Beschäftigten in den ÖPNV-Unternehmen, vertreten durch Verdi, laufen weiter. Als Reaktion auf ein offenbar unzureichendes Arbeitgeber-Angebot rufen die Gewerkschaften nun zu weiteren Arbeitsniederlegungen auf. Die Busunternehmen gehen damit Stand Samstag offenbar unterschiedlich um.

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Für den Dienstag, 20. Oktober, sind die Warnstreiks offenbar flächendeckend: Die DSW21 meldet ebenso wie die Vestische und Bogestra, dass am Dienstag alle Busse in den Depots bleiben. Von der HCR ist Stand Samstagvormittag zu Dienstag noch keine Mitteilung gekommen. Es ist aber von einem Komplettausfall auszugehen.

Anders sieht es am Montag aus: Da sind alle Kunden- und Servicecenter geschlossen. Die Vestische meldet, dass dann ebenfalls alle Busse stehen: Sprecher Christoph van Bürk meldet am Samstag: „Da unter anderem die Leitstelle des Nahverkehrsunternehmens aus Herten bestreikt wird, kann die Vestische keinen sicheren Linienverkehr gewährleisten und hat nur die Möglichkeit, den kompletten Betrieb für nun 48 Stunden stillzulegen. Das gilt auch für Bedarfsverkehre wie AnrufSammelTaxis und TaxiBusse.“

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Bogestra-Sprecher Christoph Kollmann hingegen meldet, dass am Montag „unser Bus- und Bahnverkehr nicht vom Streik betroffen ist.“ Das gilt auch für die DSW21. Die HCR hatte schon am Freitagmorgen angekündigt, dass Montag keine HCR-Busse fahren.

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