Warnstreik-Tag in Dortmund: Castrop-Rauxeler fahren zu Demos

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Verdi ruft in dieser Woche zu Warnstreiks in Dortmund auf. Castrop-Rauxeler Beschäftigte fahren zu den Demonstrationszügen. Deshalb ist auch hier das öffentliche Leben eingeschränkt.

Castrop-Rauxel

, 14.10.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Tarifauseinandersetzung im öffentlichen Dienst geht weiter. Verdi hat in dieser Woche zu verschiedenen Streiks in Dortmund aufgerufen. Am Donnerstag (15. Oktober) ist auch Castrop-Rauxel betroffen.

Der ganztägige Warnstreik wird voraussichtlich weite Teile des öffentlichen Lebens in Dortmund lahmlegen. „Aufgerufen sind die Beschäftigten der DSW21 (ÖPNV), der DEW21 und DoNetz, der EDG, der gesamten Stadtverwaltung, der Sparkasse, des Jobcenters und der Agentur für Arbeit.

Zudem werden die Kollegen aus Castrop-Rauxel, Lünen und Schwerte nach Dortmund anreisen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft Verdi. Das bedeutet, dass auch in Castrop-Rauxel das öffentliche Leben beeinflusst wird. So werden die Buslinien von DSW21 nicht fahren.

EUV: Einschränkungen bei der Müllabfuhr möglich

Sabine Latterner informiert für den Stadtbetrieb EUV: „Unter Umständen könnte es zu Einschränkungen bei der Müllabfuhr und der Straßenreinigung sowie bei der Erreichbarkeit des Verwaltungsbereiches kommen.“

Unter Umständen kann es zu Einschränkungen im Rathausservice kommen. Sollten im Bürgerbüro Termine nicht wahrgenommen werden können, würden die Betroffenen kurzfristig informiert werden, so die Stadt auf Anfrage. Die Stadtbibliothek bleibt geöffnet. Das Hallenbad bleibt am Donnerstag geschlossen. In den städtischen Kitas werden bei Bedarf Notgruppen eingerichtet, sodass die Betreuung in jedem Fall gewährleistet ist. Die entsprechenden Kitas informieren die Eltern darüber.

Es wird in Dortmund verschiedene Demonstrationszüge und eine Abschlusskundgebung auf dem Südwall geben. Dabei wurden, so Verdi, umfängliche Abstandsmöglichkeiten organisiert. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist obligatorisch.

Beschäftigte von Dortmunder Kliniken streiken am Mittwoch

Bereits am Dienstag haben sich Auszubildende, Praktikanten und Dual-Studierende aus dem Bezirk Westfalen am bundesweiten Streiktag im öffentlichen Dienst beteiligt. Bis zu 250 junge Streikende aus den Bereichen Sparkasse, Entsorgung, Energieversorgung, Stadtverwaltung, Krankenhäuser und Stadtwerke erwartete Verdi dazu in Dortmund.

Am Mittwoch (15. Oktober) sind die Beschäftigten des Klinikums Dortmund, des Klinikums Westfalen, der Städtischen Seniorenheime Dortmund und der LWL-Einrichtungen in Dortmund zu einem Warnstreik aufgerufen.

Linien der DSW21 fahren am Donnerstag nicht

Am Donnerstag sind dann die Busfahrer zum Streik aufgerufen. Für die Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs bedeutet das, dass am Donnerstag sämtliche Stadtbahn- und Buslinien in Dortmund nicht fahren werden. Dies gilt vom Betriebsbeginn (ca. 3.30 Uhr) bis Betriebsende (ca. 1.30 Uhr am 16. Oktober). Damit fahren auch die von DSW21 betriebenen Buslinien 480, 481, 482 und NE 11 in Castrop-Rauxel nicht. Auch das DSW21-Kundencenter Castrop Betriebshof bleibt ganztägig geschlossen. Vom Streik nicht betroffen sind die Nahverkehrszüge und S-Bahn-Linien im DSW21-Verkehrsgebiet. Informationen finden sich auch auf www.bus-und-bahn.de (bub.mobi).

Verdi fordert für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen eine Lohnerhöhung von 4,8 Prozent, mindestens aber 150 Euro pro Monat, und die Anhebung der Ausbildungs-Vergütung um 100 Euro.

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