Anwohnerin übt Kritik: Warum wurden am Amtsgericht Bäume gefällt?

Naturschutz

Am Amtsgericht wurden Ende März mehrere Bäume gefällt. Über richtig und falsch gibt es Unstimmigkeiten. Eine Anwohnerin übt Kritik. Es geht aber um ein Bauvorhaben.

Castrop-Rauxel

, 10.04.2021, 06:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auf der Wiese vor dem Amtsgericht wurden Ende März mehrere Bäume und Büsche entfernt.

Auf der Wiese vor dem Amtsgericht wurden Ende März mehrere Bäume und Büsche entfernt. © Privat

Auf der Wiese vor dem Castrop-Rauxeler Amtsgericht standen lange Zeit Bäume und Büsche, außerdem ein Schild, das die Fläche zum Verkauf anbot. Inzwischen wurde offenbar ein Käufer gefunden. Jetzt wurden jedenfalls Bäume und Büsche entfernt. „Ende März sind die mit schwerem Gerät plattgemacht worden“, sagt eine Anwohnerin.

Sie, die laut eigener Auskunft ab und an an diesem Ort an der Bahnhofstraße entlangspaziert, hadert damit: „Da wurden gesunde Bäume gefällt, meterhohe Sträucher entfernt. Und das alles Ende März, als die Vögel doch längst schon wieder brüteten und Igel und Kaninchen Unterschlupf gefunden hatten.“

Stadt Castrop-Rauxel schickt eine Erklärung für die Fällung

Eigentlich gelte doch die Regel, dass ab dem 28. Februar nicht mehr gerodet werden dürfe. Deshalb finde sie die ganze Sache sehr merkwürdig. Und schlimm für die Tiere.

Der Baum, schreibt die Anwohnerin, sei „mal groß und gesund“ gewesen.

Der Baum, schreibt die Anwohnerin, sei „mal groß und gesund“ gewesen. © Privat

Auf Anfrage bei der Stadt heißt es hingegen, „die Fällung in gärtnerischen Anlagen, und darum handelt es sich hier, ist auch nach dem 1. März gemäß BNatSchG erlaubt“. Auf der Wiese nördlich des Amtsgerichts „planen örtliche Bauherren ein Bürogebäude“.

Büsche, wo Kaninchen und Igel gewohnt hätten, seien nun einfach weg, sagt die Anwohnerin.

Büsche, wo Kaninchen und Igel gewohnt hätten, seien nun einfach weg, sagt die Anwohnerin. © Privat

Die Fällung von drei Bäumen sei beantragt und genehmigt worden, nicht jedoch von der Stadt ausgeführt. „Im Ausgleich sollen sieben Ersatzbäume gepflanzt werden“, erklärt die Stadt.

Die Anwohnerin ist damit nicht einverstanden. Es seien nicht „drei Bäume gefällt worden, sondern mindestens acht“, sagt sie.

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