Was ist mit der Grünen Welle auf der B235?

Mitmach-Aktion

Die B235 ist mit rund 25.000 Autos am Tag die meist befahrene Straße in Castrop-Rauxel. Läuft der Verkehr, ist der Autofahrer ruckzuck von Schwerin in Henrichenburg, in Stoßzeiten am frühen Nachmittag wird es häufig ätzend. Dabei sollen Autofahrer eigentlich Grüne Welle bei 50 km/h haben. Wir suchen Ihre Erfahrungen mit der B235.

CASTROP-RAUXEL

, 29.09.2016, 18:19 Uhr / Lesedauer: 1 min
Was ist mit der Grünen Welle auf der B235?

Die B235 ist die meist befahrene Straße in Castrop-Rauxel. Täglich wird sie von ca. 25.000 Autos genutzt.

Wie es denn um die Grüne Welle auf der B235 bestellt sei, das hat Dr. Michael Westholt, Sachkundiger Bürger der CDU im Umweltausschuss, im Mai im Fachgremium von der Verwaltung wissen wollen. Jetzt hat er eine detaillierte schriftliche Antwort von Achim Waldert, Verkehrsexperte aus dem städtischen Ordnungsamt, bekommen. Waldert betont: „In den vergangenen zehn Jahren hat sich insbesondere entlang der B235 sehr viel verändert.“

Bis 2006 habe es nur vereinzelt Anlagen gegeben, die miteinander koordiniert waren. Die Grüne Welle sollte kein Problem sein für Autofahrer, die sich an das Tempolimit hielten. Kurz danach seien jedoch 13 Ampeln vom Europaplatz bis zur Fußgängerampel am evangelischen Friedhof und andere stark frequentierte Nebenrichtungen gekoppelt worden. Berücksichtigt werden mussten dabei unter anderem die Belange der Feuerwehr am Engelsburgplatz und längere Fußgängerzeiten für Gehbehinderte.

Sukzessive seien dann weitere Ampeln entlang der Straße ebenfalls mit abgestimmt worden. Zum Beispiel die vor fünf Jahren erneuerte Ampel an der Kreuzung Recklinghauser Straße. Und die Ampeln an der Kreuzung Freiheitstraße und Einmündung Kirchplatz in Henrichenburg.

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Und wie sieht es nun mit der Grünen Welle aus?

„Herausgekommen ist eine Grüne Welle mit einer verkehrsabhängigen Steuerung, die im Idealfall ein Durchkommen ohne anzuhalten ermöglicht“, sagt Waldert. Das nächste Ziel sei es, an der Anschlussstelle der A2 in Henrichenburg und der Waltroper Straße neu zu planen. Auch der Pendlerparkplatz, der 2017 dort entstehen soll, soll berücksichtigt werden.

Westholt zeigt sich gleichwohl skeptisch. Er hatte die B235 mal sonntags bei freiem Verkehr zwischen Merklinde und Henrichenburg befahren, wie er berichtet, und sich an das Tempolimit von 50 km/h gehalten. Plus, minus ein bis drei Prozent vielleicht“, sagt der Frohlinder. In beiden Richtungen habe er mehrmals anhalten und warten müssen. „Drei, vier Mal bestimmt“, sagt er. 

 

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