Ärger am Flughafen: Castrop-Rauxeler Familie darf nicht nach Griechenland

Corona-Formular

Eine Familie aus Castrop-Rauxel möchte nach Griechenland fliegen und steht schon am Düsseldorfer Flughafen. Doch zu ihrer großen Enttäuschung darf sie nicht ausreisen.

Castrop-Rauxel

, 09.08.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für eine Familie aus Castrop-Rauxel blieb es bei dem Anblick dieses Schildes. Wegen eines Formfehlers durfte sie nicht in den Flieger nach Griechenland steigen.

Für eine Familie aus Castrop-Rauxel blieb es bei dem Anblick dieses Schildes. Wegen eines Formfehlers durfte sie nicht in den Flieger nach Griechenland steigen. © picture alliance/dpa

Kennen Sie dieses Gefühl, kurz bevor man in den Urlaub fährt? Leichte Aufregung, aber vor allem Vorfreude spürt man. So ging es auch der Castrop-Rauxeler Familie P., die ihren Urlaub auf der griechischen Insel Rhodos verbringen wollte. Doch als sie in den Flieger steigen wollte, wich das Gefühl der Vorfreude dem der Enttäuschung.

Die Familie mit zwei Kindern durfte am Düsseldorfer Flughafen nicht in den Flieger steigen. Grund dafür sei ein Formfehler gewesen, wie die Familie in einem RTL-Bericht erzählt.

Name des Vaters stand in der falschen Spalte

Wer nach Griechenland einreist, benötigt ein Einreiseformular, aus dem ein QR-Code generiert wird. In das Formular müssen alle Daten der Einreisenden eingetragen werden. Anhand der Antworten im Formular wird entschieden, ob vereinzelte Einreisende auf das Coronavirus getestet werden müssen. Es muss mindestens 24 Stunden vor Einreise ausgefüllt sein.

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Die Familie hatte es bereits zehn Tage vor Reisebeginn ausgefüllt. Der Name des Vaters stand jedoch in der falschen Spalte. Er war als Notfallperson eingetragen. Von einer Mitarbeiterin der Fluggesellschaft hieß es daraufhin: „Wir lassen Sie nicht an Bord.“

Die Familie kann ihren fast 3000 Euro teuren Urlaub nicht antreten. In dem RTL-Bericht erzählt der Vater, dass der Reiseveranstalter Ltur der Familie zunächst keine Hilfe gewesen sei. Vier Stunden lang habe er niemanden erreichen können. Der Flieger war schon weg.

Reiseveranstalter kommt der Familie entgegen

„Die griechische Regierung hat alle Airlines angewiesen, keine Gäste mit fehlerhaften Dokumenten mitzunehmen. Wir sprechen hier im Grunde genommen von einem Visum“, erklärte der betroffene Reiseveranstalter Ltur auf Anfrage des von RTL als Reiseexperten ausgewiesenen Ralf Benkö.

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Beim Überprüfen des Vorgangs der Familie aus Castrop-Rauxel sei der Fehler eindeutig beim Ausfüllen des Einreiseformulars entstanden, habe es von Ltur geheißen. Dennoch sieht Benkö auch den Reiseveranstalter in der Pflicht.

Der soll der Familie mittlerweile angeboten haben, eine neue Reise zu einem späteren Zeitpunkt wahrzunehmen oder den Preis erstattet zu bekommen, heißt es in dem Bericht.

Doch die Familie entgegnet: „Es geht ja nicht einfach nur um das Geld, es geht um die Erholung, die man nicht hatte, weil man das ganze Jahr lang arbeiten ist, und um die Gesichter der Kinder, die einfach am Flughafen zurückgelassen worden sind.“

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