Weitere Volksbank erhöht die Girokonto-Gebühren

In Castrop-Rauxel

Nach Sparkasse Vest und Waltroper Volksbank zieht nun auch die Dortmunder Volksbank mit ihrer Filiale in der Castroper Altstadt die Gebührenschraube an. Wir erklären, für wen das Girokonto weiterhin kostenlos bleibt, welche einzelnen Gebühren-Modelle es gibt und was die Argumentation hinter der Anhebung ist.

CASTROP-RAUXEL

, 25.07.2017, 07:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein kostenloses Girokonto gibt es nur für Schüler und Studenten bis zum vollendeten 27. Lebensjahr. Für alle anderen Kunden gibt es die Wahl zwischen drei Girokonto-Modellen: Klassik, Direkt und Komfort. Das gilt für Bestandskunden ab dem 1. Oktober, für Neukunden sofort.

„Durch die Fusionen mit den Volksbanken Hamm, Unna, Schwerte und Castrop-Rauxel existierten bislang verschiedenste Konto-Varianten“, so Martin Eul, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank. Die neue Kontostruktur orientiere sich an den verschiedenen Nutzertypen der Volksbank-Kunden: So habe die Genossenschaftsbank Angebote für Wenig- bis Viel-Nutzer entwickelt.

Das sind die einzelnen Konto-Typen:

  • Auf Bequemlichkeit setzen Kunden mit dem Kontomodell Komfort. Bei einem Monatspreis von 7,95 Euro sind regelmäßige Leistungen wie Daueraufträge, Überweisungen sowie Gut- und Lastschriften inklusive.
  • Das schlägt dagegen beim Klassik-Konto, das mit monatlich 2,95 Euro Kontoführungsgebühr das preiswerteste ist, mit Kosten zwischen 1 Euro (für beleghafte Überweisungen bzw. Schecks) und 20 Cent für Gut- und Lastschriften zu Buche.
  • Leistungen, die bis auf die Buchungen mit Beleggrundlage für 1 Euro pro Stück, beim Online-Konto, nun Direkt-Konto genannt, wegfallen. Das kostet dafür 3,95 Euro, bislang 2 Euro, pro Monat Grundgebühr.

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Das wird teurer:

Kräftig angezogen haben die Gebühren für die VR-Bank-Card pro Jahr. So stieg die Gebühr beim Online-Konto von bislang 5 Euro auf stolze 12 Euro. Das müssen auch Klassik-Konto-Kunden berappen, lediglich bei Komfort-Konten werden nur 6 Euro abgebucht.

Kein preiswerter Spaß sind Kreditkarten. In der Kategorie Basic (früher Prepaid) werden bei allen drei Kontomodellen 20 Euro, beim Modell Classic 30 Euro jährlich fällig, bei der Gold-Version 85 Euro. Bei entsprechenden Jahresumsätzen gibt es Teilerstattungen.

Das ist die Argumentation hinter der Anhebung:

Kostenlos bleibt dagegen das Geldabheben an den eigenen Automaten der Bank. Kostenlos, das betont Volksbank-Pressesprecher Carsten Jäger aus Dortmund, sei ja zudem das Beratungsangebot für alle Kunden. „Die Gebühren-Anhebung, übrigens die erste seit 12 Jahren, betrifft ja nur die Girokonten. Aber Leistungen wie unser Beratungsangebot in den Filialen, die natürlich auch allen offenstehen, die ihre alltäglichen Bankgeschäfte online abwickeln, sind umsonst. Wie die Wohnbauberatung, Versicherungsangelegenheiten und Anlagemöglichkeiten“, sagt Jäger.

Die gestiegenen Kosten für die Giro-Modelle vergleicht Jäger gern mit dem Automarkt. Auch da habe sich in den letzten 12 Jahren eine Weiterentwicklung vollzogen, die sich im Preis niederschlage. Für die Bankkunden seien das zum Beispiel das Kontaktlosbezahlen, die VR-Banking-App und digitale Informationstools.

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