Wie eine Drohne bei der Arbeit der Feuerwehr hilft

Mit Video

Surrend schwebt die Drohne über dem Dach der "City-Pizza". Sie überwacht den Einsatz der Feuerwehrleute und sendet ein Video-Livebild an den Piloten: Heiner Holtkotte von der Freiwilligen Feuerwehr Castrop-Rauxel. Wir haben ihn bei der Arbeit begleitet und uns erklären lassen, wie der Flieger beim Einsatz hilft.

CASTROP-RAUXEL

, 29.05.2017, 17:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als der Rauch noch nach oben stieg, das Dach schon geöffnet war, von beiden Drehleitern das Wasser in Richtung Brandhaus spritzte – da stand in der Luft über der Szenerie dieses kleine Fluggerät: ein Quadrocopter, oder Drohne, wie viele Menschen sagen. Und wozu?

„Man kann sehen, wohin sich ein Brand möglicherweise ausbreitet; wo die höchste Intensität des Feuers ist. Wo setze ich welche Rohre ein? Dafür ist die Drohne unheimlich hilfreich“, so Michael Meissner, Sprecher der Feuerwehr.

Quadrocopter war eine Privatanschaffung

Pilot des „Copters“ ist sein Medienteam-Kollege Heiner Holtkotte, Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. Ihm gehört das Gerät privat. Er holte es dazu, als das Brandszenario klar war: Der Dachstuhl brennt auch – also lohnt sich der Blick von oben. Und der sei besser als der aus den Drehleiter-Körben, zumal die Männer auf der Drehleiter mit dem Löschen genug zu tun haben und nicht beobachten können. Holtkotte kann das von unten: Ein Tablet zeigt das Livebild aus der Kamera unterm Quadrocopter an.

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Immer wieder kam die Einsatzleitung Sonntagabend zu ihm, schaute ihm über die Schulter und traf auf dieser Basis schnelle Entscheidungen, wo Leute einzusetzen sind.

Die Feuerwehr Castrop-Rauxel nutzt das private Gerät von Heiner Holtkotte. Die Dortmunder Berufsfeuerwehr habe sich so ein Gerät selbst beschafft: „Aber man muss einräumen, dass die einen anderen Etat haben als wir“, so Meissner. „Darum sind wir dankbar, dass Heiner Holtkotte sein Gerät zur Verfügung stellt.“ 

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