Wie man Autos ohne Wasser wäscht

Clevere Geschäftsidee

CASTROP-RAUXEL Andreas Vorholt ist ein Hexer, möchte man meinen. Er verspricht eine Autowäsche ohne Wasser. Doch der 33-jährige Existenzgründer hat keine Zaubertricks auf Lager, sondern einen Nanoreiniger. Und damit kann er ein Auto wirklich nur mit Schwamm und Lappen blitzeblank putzen.

von Von Christoph Witte

, 30.07.2009, 14:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Andreas Vorholt, der Nanowäscher

Andreas Vorholt, der Nanowäscher

Doch wie funktioniert nun dieses wassersparende Wundermittel? Andreas Vorholt holt Luft, jetzt wird es physikalisch. Er hat sich mit dem Thema bis ins Detail beschäftigt. „Simpel gesagt: Der Reiniger trennt den Schmutz, freie Moleküle setzen sich um die Schmutzpartikel und man muss sie nur noch mit einem weichen Mikrofasertuch abwischen“, erklärt Andreas Vorholt, der sein Ein-Mann-Unternehmen „catwash“ getauft hat, „weil Katzen so reinliche Tiere sind“. Der zähflüssige Nanoreiniger sei frei von Allergenen und Giftstoffen und greife den Lack nicht an, sagt Vorholt. Selbigen hinterlässt er glatt und glänzend, „so dass selbst Vogeldreck bei regelmäßiger Anwendung schon bei Regen abgeht“. Vorholts Kunden sind vor allem ältere Menschen, die nicht mehr selber Hand ans Auto anlegen können, oder eben Berufstätige, denen oft die Zeit für eine gründliche Wäsche fehlt. Denn Andreas Vorholt macht alles sauber: „Auch die Einstiege und den Innenraum, das bieten Waschstraßen nicht.“ Das Geschäft laufe so gut, dass der Halterner hofft, vielleicht Anfang 2010 sogar einen Mitarbeiter einstellen zu können, damit er nicht alle Aufträge selbst machen muss.

Außerdem, sagt Vorholt, komme er geltendem Recht sogar entgegen. Denn viele Kommunen erlauben die Autowäsche vor der Haustür nur noch mit einem Eimer klarem Wasser. „Alles andere ist eine Ordnungswidrigkeit“, weiß der Autowäscher vom Dienst.

Lesen Sie jetzt