Wie steht's um Castrop-Rauxels Shopping-Sonntage?

Verkaufsoffen

Über verkaufsoffene Sonntag wird immer häufiger vor Gericht entschieden. In Oberhausen: abgesagt. In Mülheim: abgesagt. Und zuletzt auch in Düsseldorf: abgesagt. Müssen sich nun auch die Castrop-Rauxeler Händler Gedanken über eine mögliche Absage der beschlossenen verkaufsoffenen Sonntage in der Europastadt machen?

CASTROP-RAUXEL

, 03.04.2017, 15:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Castrop-Rauxeler Einzelhändler würden ungern auf die verkaufsoffenen Sonntage verzichten.

Die Castrop-Rauxeler Einzelhändler würden ungern auf die verkaufsoffenen Sonntage verzichten.

„Ich sehe nicht die Gefahr, dass wir etwas absagen müssen“, sagt Stadtsprecherin Maresa Hilleringmann auf Anfrage dieser Redaktion. Die Vorgabe des Bundesverwaltungsgerichts ist, dass jegliche verkaufsoffene Sonntage an einen bestimmten Anlass geknüpft sind. Und das, so Hilleringmann, sei in Castrop-Rauxel der Fall, sodass die sechs Termine in diesem Jahr fest eingeplant seien.

  • In Habinghorst konnten Besucher schon am Wochenende zwischen der Langen Straße schon den Frühlingsmarkt besuchen und nebenbei in Geschäften einkaufen. Passend zum Sommer- (2. Juli) und Erntedankfest (8. Oktober) wird es ebenfalls von 12 bis 17 Uhr zwischen der B 235 und dem Postplatz einen verkaufsoffenen Sonntag geben.
  • In der Altstadt Castrop findet der erste Termin in knapp drei Wochen, am 23. April, beim Frühlingsmarkt statt. Zwischen 13 und 18 Uhr können Besucher im Bereich zwischen Ringstraße, Altstadtring, Glückaufstraße und Schillerstraße einkaufen. Eine Wiederholung gibt es zum Viktualienmarkt am 15. Oktober.
  • Auch in Ickern ist ein verkaufsoffener Sonntag geplant, der während des Familienfestes (9. Juli) von 13 bis 18 Uhr stattfinden soll.
  • Keinen verkaufsoffenen Sonntag  gibt es in diesem Jahr bei den Geschäften an der Siemensstraße. Das war in den Vorjahren noch anders. Weil ein bestimmter Anlass vorliegen muss – und dieser in diesem Jahr nicht nachweisbar ist –, haben sich Händler und der Bereich Ordnung und Bürgerservice im Vorfeld darauf verständigt, dass es hier keinen verkaufsoffenen Sonntag gibt.

Aber lohnt sich das Mehr an Öffnungstagen für die Händler überhaupt oder überwiegt der größere Aufwand? „Das ist für uns ein Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Städten“, beschreibt Matthias Zimmer, Cosconcept-Vorsitzender, die Bedeutung für die Einzelhändler. Gerade bei gutem Wetter entschieden sich Familie für einen Ausflug. „Dann kommen sie auch bei uns rein“, sagt Zimmer. „Die Umsätze stimmen und ich möchte nicht darauf verzichten.“

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