Bioblitz

Wie viele Tiere und Pflanzen gibt‘s in Castrop-Rauxel? Große Zähl-Aktion

In Castrop-Rauxel soll jetzt die Artenvielfalt gemessen werden. Die Aktion nenne sich Bioblitz und jeder ist aufgerufen, dort mitzumachen. Für einige geht es dabei auch um den Bau der B474n.
Annette Korte und die FWI rufen auf zum Tiere zählen, und das explizit in den Wäldern, wo später vielleicht einmal die B474n an die A45/A2 anknüpft. © RVR 2021 Aerowest / Weckenbrock

Der „Bioblitz“ ist quasi eine Inventur, bei der alle Arten von Lebewesen, zu Wasser und zu Lande in einer bestimmten Region und in einem bestimmten Zeitraum fotografisch erfasst werden sollen. Eine solche Aktion soll es nun auch in Castrop-Rauxel geben. Darauf weist die FWI hin, die als Zwei-Personen-Fraktion im Stadtrat sitzt.

Bioblitz-Aktionen gibt es seit den 90er-Jahren. In diesem Jahr wollen sich alle Landkreise und Städte in einem Wettbewerb an einer Bestandsaufnahme der vorkommenden Arten beteiligen, so die FWI.

Mitmachen kann jeder mit Smartphone. Mit der App ObsIdentify, die über eine automatische Bestimmungsfunktion verfügt, brauche man keine Artenkenntnisse. Gemeldet werden können Tiere, Pflanzen, Pilze und sogar Einzeller. Nach der Überprüfung durch Experten wird die Meldung dort registriert, wo sie gemacht wurde.

„In Zeiten von Klimawandel und Artensterben ist es wichtig, den Bestand festzustellen“, findet die FWI. Erst dann könne beurteilt werden, was sich verändert. „Und damit auch, was wir für den Erhalt der Natur und somit auch für uns machen können“, so Annette Korte von der Freien Wählerinitiative.

Dieser Bereich ist laut FWI „besonders gefährdet“

„Besonders gefährdet“, findet die FWI, „sind die Waldstücke nördlich und östlich von Ickern wegen der Baupläne für die B 474n. Dringend sollte öffentlich gemacht werden, welcher Schatz an schützenswerten Pflanzen und Tieren sich dort befindet“, meint Annette Korte.

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