Wird der Klimanotstand ausgerufen? Der Stadtrat hat am Donnerstag das Sagen

Stadtrat

Wird der Klimanotstand ausgerufen? Darüber entscheidet der Stadtrat am Donnerstag, 27. Februar. Dann geht es auch um die Energieberatung und deren Zukunft.

Castrop-Rauxel

, 26.02.2020, 14:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Thomas Krämerkämper trug im Bauausschuss den Antrag zum geplanten Neubaugebiet „Wohnen an der Emscher“ vor.

Dr. Thomas Krämerkämper trug im Bauausschuss den Antrag zum geplanten Neubaugebiet „Wohnen an der Emscher“ vor. © Schlehenkamp

Wie nicht anders zu erwarten war, hat der Bauausschuss auf seiner Sitzung am Donnerstagabend, 20. Februar, dem Bürgerantrag des BUND und dessen stellvertretenden Landesvorsitzenden Dr. Thomas Krämerkämper eine Abfuhr erteilt. Dabei ging es erneut um den Bebauungsplan „Wohnen an der Emscher“ und den Schutz der Alten Eiche.

Grüne, FWI und Linke hatten dafür gestimmt, dass der Stadtrat den Bebauungsplan 245 aufhebt. Durch den Spruch des Verwaltungsgerichts von Freitag, 21. Februar, und das für Freitag, 28. Februar, angekündigte Treffen zwischen einigen Beteiligten haben sich grundsätzliche Parameter verschoben.

Werth-von Kampen: Castrop-Rauxel erreicht seine Klimaziele

Ein zweiter in der vergangenen Woche politisch behandelter Bürgerantrag soll im Stadtrat am Donnerstag, 27. Februar, um 16 Uhr final entschieden werden.

Dabei geht es um den im Umweltausschuss (18.2.) heftig diskutierten Antrag des Klimabündnisses auf Ausrufung des kommunalen Klimanotstandes.

Für die Verwaltung verdeutlichte der stellvertretende Chef des EUV-Stadtbetriebs, Thorsten Werth-von Kampen, die enormen kommunalen Anstrengungen der vergangenen Jahrzehnte in Sachen Klimaeffizienz. Er betonte, dass Castrop-Rauxel die Klimaziele erreiche und warf den Antragstellern reine Symbolik vor. Ihre Anregungen seien besser im Beirat für klimagerechte Stadtentwicklung aufgehoben. Der wurde 2019 gegründet.

Molloisch: Umwelt- und Klimaschutz seit 1994 kontinuierlich auf der Agenda

Für die Grünen erklärte deren Fraktionschef Dr. Bert Wagener, dass man zwar im Konsens schon viel erreicht habe, aber es gelte gleichwohl, den Klimaschutz ganz oben auf die Prioritätenliste zu setzen. SPD-Fraktionschef Daniel Molloisch sagte: „Seit der Gründung des Umweltausschusses 1994 haben wir den Umwelt- und Klimaschutz kontinuierlich auf der Agenda.“ Er bescheinigte dem Klimabündnis, dass hinter dem Antrag eine gute Absicht stünde. Das letzte Wort hat jetzt der Stadtrat.

Ein zukunftsweisendes anderes Thema wurde ebenfalls in die Ratssitzung geschoben: Dabei geht es um die Zukunft der Energieberatung bei der Verbraucherzentrale. Das Stichwort: Grundsätzliches bei der Finanzierung. Aber die Gespräche stehen laut VZ-Chefin Rose Sommer erst am Anfang.

Konsens ist seit vielen Jahren in der Politik: Selbst wenn die Stadt möglicherweise für die bewährte Arbeit mehr würde zahlen müssen, sollten alle Anstrenungen unternommen werden, dass die von allen Seiten hochgeschätzte Arbeit fortgeführt werden kann.

Ohne Diskussion beschloss der B3, dass die Friedhofsgebühren zum 1. März, durchschnittlich um 3,31 Prozent angehoben werden.

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