Wirte setzen sich zur Wehr

Generelles Rauchverbot

Die heimische Gastronomie startet eine Gegenoffensive gegen das von der Landesregierung geplante generelle Rauchverbot in öffentlichen Gaststätten. Elmar Bök, Inhaber des Obercastroper Brauhauses Rütershoff, kündigte eine entsprechende Kampagne an.

CASTROP-RAUXEL

von Von Michael Fritsch

, 29.09.2011, 17:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Elmar Bök und Christoph Kirchhelle im Brauhaus Rütershoff

Elmar Bök und Christoph Kirchhelle im Brauhaus Rütershoff

Das Rauchverbot werde einen „Rattenschwanz“ an Konsequenzen nach sich ziehen. „Da haben wir ruckzuck 15 Ladenlokale mehr leer stehen“, fürchtet er. „Ich habe Angst um die Altstadt“, fügte er hinzu. Als überzeugter Nichtraucher und Vater dreier kleiner Söhne, so Bök weiter, stehe er voll und ganz zum Nichtraucherschutz in Speiselokalen. Deshalb habe er auch 4000 Euro in eine Glastrennwand in seinem Betrieb investiert. „Die kann ich bald „Nur-so-da-Glaswand“ nennen, meinte er sarkastisch. „Wenn ich als Nichtraucher in eine klassische Kneipe gehe, dann weiß ich doch, was ich tue“, ergänzte der Obercastroper. Auch Böks Brauer Christoph Kirchhelle schüttelte den Kopf: „Wir haben doch schon einen Kompromiss gefunden, warum wird denn jetzt nur noch draufgehauen?“

Altstadt-Wirtin Manuela („Milli“) Miller kündigte unterdessen am Mittwoch eine öffentliche Unterschriftenaktion gegen das Rauchverbot an. Entsprechende Listen sollen von der nächsten Woche an in Gaststätten und Geschäften ausliegen.     Elmar Bök bittet die Wirte um Kontaktaufnahme unter Telefon 2 49 23 oder unter m.vierhaus@brauhaus-ruetershoff.de

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