WLT könnte noch mehr Zuschüsse bekommen

Westfälisches Landestheater

Die CDU- und SPD-Fraktionen wollen die Verteilung von Zuschüssen an das Westfälische Landestheater (WLT) in Castrop-Rauxel noch einmal überprüfen. Erstmals seit 15 Jahren sollte das WLT mehr Geld bekommen. Zunächst gab es zwar Frust wegen der Verteilung, nun besteht sogar Hoffnung auf noch mehr Unterstützung.

CASTROP-RAUXEL

, 02.02.2016, 18:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
WLT-Studio und Stadthalle im Hintergrund.

WLT-Studio und Stadthalle im Hintergrund.

Es besteht die Möglichkeit, dass der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) doch noch beim Verteilschlüssel der Zuschüsse für die Landestheater und Philharmonien nachbessert: In einer von den Bündnisgrünen eingeforderten Sondersitzung des Ausschusses hätten die CDU- und SPD-Fraktionen im LWL am Donnerstag eingeräumt, die Zuschussstruktur bis zu den Haushaltsberatungen 2017 nochmals prüfen zu wollen, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, so die Grünen in einer Pressemitteilung.

Ungleiche Verteilung sorgt für Frust beim WLT

Ein Hoffnungsschimmer für das WLT und die ebenfalls benachteiligten Landestheater Detmold und Philharmonie Südwestfalen in Hilchenbach. Erstmals seit 15 Jahren waren die LWL-Zuschüsse für die fünf Landestheater und Philharmonien erhöht worden' tag=', doch die ungleiche Verteilung der Mittel laut Beschlussvorlage sorgte für Frust. Auch bei den Verantwortlichen des WLT. Andere Institutionen wie die Philharmonie Recklinghausen hatten prozentual eine mehr als doppelt so hohe Anhebung der Förderung erhalten.

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"Keine nachvollziehbare Erklärung"

Keine Mehrheit fand im Ausschuss der Antrag der Bündnisgrünen, die Zuschüsse für die fünf Landestheater und Philharmonien um 20 Prozent zu erhöhen. Ebenso wie die Grünen erwarteten am Donnerstag auch WLT-Direktor Günter Wohlfarth und Intendant Ralf Ebeling eine Erklärung für die ungleiche Verteilung. „Aus unserer Sicht hat es keine nachvollziehbare Erklärung gegeben. Dafür war allerdings erstmals von Nachbesserungen die Rede“, sagte Günter Wohlfarth auf Anfrage dieser Redaktion. Daher ist man beim WLT zuversichtlich, dass sich doch noch etwas bewegen wird.

Höhere Eintrittspreise in Museen?

Weitaus weniger zufrieden mit den neuesten Entwicklungen sind aber die Grünen im LWL. Deren kulturpolitischer Sprecher, Jens Burnicki, bezeichnete das Vorgehen der Mehrheitsfraktionen als „Politik nach Gutsherren-Art“. Kein Verständnis haben die Grünen auch dafür, dass der LWL-Kultur-Etat von CDU und SPD gedeckelt wurde. Somit müssten die Mehrausgaben für die fünf überregionalen Spielstätten durch andere kulturelle Institutionen in Westfalen erbracht werden, beispielsweise durch höhere Eintrittspreise in Museen, so die Kritik der Grünen.

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