WLT plant ein Logistikzentrum auf dem Ascheplatz

Stadion Bahnhofstraße

Das Team des Westfälischen Landestheaters ist mittlerweile genervt. Denn jeden Tag fährt man acht Kilometer in ein Requisiten-Lager nach Herne-Holthausen und wieder zurück. Jetzt sehnen sie sich nach einer Lösung für diese Odyssee. Den Ascheplatz am Stadion Bahnhofstraße wollen sie dafür nutzen.

Castrop-Rauxel

, 19.05.2014 / Lesedauer: 3 min
WLT plant ein Logistikzentrum auf dem Ascheplatz

Auf diesen ungenutzten Aschenplatz am Stadion Bahnhofstraße hat das Westfälische Landestheater ein Auge geworfen: Es träumt vom Bau eines Proben- und Logistik-Zentrums.

Im Grunde heißt das also: freie Bahn für für das WLT, das sich mit mehreren Zugfahrzeugen, 21 Containern, dem Theaterbus sowie den Probebühnen für das Ensemble und die Spielclubs auf insgesamt vier Standorten (Holthausen, Stadthalle und die ehemaligen Kinoräume "Deli" und "Casino" an der Lange Straße) verteilt ist. Die vor Kurzem noch getrennten Fuhrpark- und Lagerstandorte bei der Firma Köster wurden noch zusammengeführt. 

auf einer größeren Karte anzeigen Günter Wolfrath klagt über die umständlichen Verkehrswege, die bei der Theaterarbeit momentan anfallen: "Für die tägliche Arbeit bedeutet die Verteilung auf mehrere Standorte einen großen logistischen und zeitlichen Aufwand, der bei einer Zentralisierung wegfallen würde". Finanziell würde der Ascheplatz natürlich auch seine Vorteile haben: "Außerdem würden wir dann auch die Mieten für drei Objekte einsparen."

Jetzt sollen bereits genaue Entwürfe für das Proben- und Logistikzentrum errechnet werden. Günter Wohlfarth denkt da an zwei Probebühnen und eine 800 Quadratmeter große Lagerhalle. Das Zentrum soll vom Wendehammer am so genannten Technologie Centrum am Europaplatz (TCE) aus erschlossen werden. Klar sei nach Wohlfarth, "dass wir unter einem immensen Kostendruck stehen." Er hofft nun auf Fördergelder vom Land NRW oder vom Landschaftsverband. "Das wäre ein Baustein für die Zukunftssicherung des WLT. Es ist eine einmalige Gelegenheit. Deshalb lohnt es sich, alle Energie zu investieren, um diesen Traum voran zu bringen."

Die Unterstützung von Bürgermeister Johannes Beisenherz ist ihm schon sicher. Der kann den Wunsch der Mitarbeiter nachvollziehen "Der Wunsch nach einer Zentralisierung ist gut nachzuvollziehen. Das würde zu Synergien führen. Man muss an diese Idee aber vorsichtig heran gehen und gucken, ob es Fördergelder gibt und zu welchen Konditionen das Grundstück bereitgestellt werden könnte", so Beisenherz.

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