Im Castrop-Rauxeler Bürgerbüro läuft der Betrieb aus Sicht der Stadt fast wieder im Normalbetrieb. Die Neuorganisation trage Früchte, so der Erste Beigeordnete Michael Eckhardt. © Thomas Schroeter
Meinung

Wo sind eigentlich die Bürgervertreter, wenn der Bürger sie braucht?

Bürgerbüro und Bauordnung haben die Bürger zuletzt viele Nerven gekostet. Dazu ist viel gesagt und geschrieben worden. Aber nicht von der Rot-Grün-Koalition. Das ist arm, meint unser Autor.

Die Menschen in Castrop-Rauxel verzweifeln mit ihren Bauanträgen an der Stadt Castrop-Rauxel. Über 300 Anträge liegen da irgendwo im Rathaus und sind bis heute nicht beschieden. Die Bürger gehen auf die Barrikaden.

Lange, viel zu lange Zeit hat das Bürgerbüro quasi nicht funktioniert. Die Stadt hat selbst eingestanden, dass man da wohl mit der Organisation komplett falsch gelegen habe. Die Bürger gingen auf die Barrikaden.

Unsere Redaktion hat beide Themen lang und breit aufgegriffen, hat Bürger zu Wort kommen lassen, hat bei der Stadt nachgefragt, hat gebohrt und gemeckert, kommentiert und sich unbeliebt gemacht.

Und erst dann kommt die Politik

Was aber in beiden Fällen erst ganz spät passiert ist: Die Politik hat erst die Arme hochgeworfen, nachdem die Zustände offenbar so unhaltbar wurden, dass man sie nicht mehr ignorieren konnte. FDP und jetzt auch die CDU haben Fragen gestellt, wollen Aufklärung.

FWI, Partei, Linke, UBP? Fehlanzeige. Nun gut, und was ist mit SPD und Grünen, was ist mit der Koalition? Von der hört man nichts dazu. Die hält vielmehr brav die eigenen Füße still, um nicht aus Versehen dem Bürgermeister und seiner Verwaltung auf die Füße zu treten.

Ist es das, was man sich in den Parteien unter Vertretung der Bürger vorstellt? Ich hatte das immer anders verstanden.

Über den Autor
Castrop-Rauxel und Dortmunder Westen
1961 geboren. Dortmunder. Jetzt in Castrop-Rauxel. Vater von drei Söhnen. Opa. Blogger. Interessiert sich für viele Themen. Mag Zeitung. Mag Online. Aber keine dicken Bohnen.
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Thomas Schroeter

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