Castrop-Rauxeler machen Altro Mondo in der Hauptstadt zum Thema

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Die Vermietergesellschaft Altro Mondo soll beim Wohnungsgipfel der SPD-Bundestagsfraktion thematisiert werden. Castrop-Rauxeler Mieter sind beteiligt.

Castrop-Rauxel Berlin

, 23.09.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der landesweiten Kontrollaktion in Häusern der Degag/Altro Mondo am Dienstag wird die Vermietergesellschaft Altro Mondo in der kommenden Woche auch im Deutschen Bundestag in Berlin Thema sein.

Dazu lädt die SPD-Bundestagsfraktion am Mittwoch, 25. September, zu einem Wohngipfel ein und wird mit hochrangigen Fachpolitikern über Verschärfung von Mieterschutz diskutieren.

Mit dabei sein wird nicht nur Castrop-Rauxels Bundestagsabgeordneter Frank Schwabe. Birgit Hellmann nimmt als betroffene Castrop-Rauxeler Mieterin vom Schophof ebenfalls teil.

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Wichtige Unterstützung für die Mieter

Auf Einladung von Schwabe, wie die Redaktion aus dem Bundestagsbüro des Schweriners erfuhr. Es sei wichtig, dass vor allem diejenigen zu Wort kämen und Unterstützung erfahren, die schon jahrelang in unzumutbaren Wohnungen leben müssten.

Neben der Frage, wie Mietsteigerungen begrenzt werden können, soll auch der Schutz vor schwarzen Schafen bei Vermietungsgesellschaften eine Rolle spielen.

Mut haben aufzustehen

„Ich hoffe, dass ich in Berlin den Mut finde aufzustehen und über die Zustände bei uns zu berichten“, so Hellmann im Gespräch mit der Redaktion.

Zu erzählen hat die Castrop-Rauxelerin bekanntermaßen Einiges.

Hellmanns Wohnung am Schophof 8 in Castrop-Rauxel war monatelang durch einen Wasser- und Schimmelschaden unbewohnbar. Mit Unterstützung des Mieterschutzbundes Dortmund hatte Birgit Hellmann schließlich eine Reparatur durchsetzen können.

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Altro Mondo kein Einzelfall

Zurück nach Berlin: Es soll beim Wohnungsgipfel nicht nur um Altro Mondo gehen. „Ich bin mir leider sicher, dass Altro Mondo kein Einzelfall ist und erhoffe mir von der Konferenz, dass nun auch schnell gesetzliche Verschärfungen zum Mieterschutz auf den Weg gebracht werden“, sagte Schwabe unserer Redaktion.

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Neben Bundesjustizministerin Christine Lambrecht werden am Wohnungsgipfel auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und der kommissarische SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich referieren.

Mieter kämpfen mit vielen Problemen

Für viele Mieter von Altro Mondo, die seit langem mit Problemen zu kämpfen haben, könnte dies ein Baustein sein, um ihre Wohnsituation zu verbessern.

Denn die Probleme sind, wie es in der Pressemitteilung des Landes zu Kontrollaktion in Häuser der Degag/Altro Mondo am Dienstag hieß, oftmals die gleichen. Nicht bezahlte Strom- und Wasserrechnungen, Schimmelbefall, kaputte Aufzüge und/oder Heizungen.

In einer Stellungnahme hatte Altro Mondo die Vorwürfe am Dienstag zurückgewiesen und von einer „politisch motivierten Aktion“ gesprochen.

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