Schulen sind keine Corona-Hotspots. Dennoch stecken sich viele Kinder und Jugendliche mit dem Coronavirus an. © picture alliance/dpa
Kitas und Schulen

Zahl der Corona-infizierten Kinder in Castrop-Rauxel erstmals veröffentlicht

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt. Inzidenzen zeigen, wie stark betroffen Kinder und Jugendliche sind. Der Kreis meldet Infektionszahlen, die auf die Situation in Kitas und Schulen hinweisen.

Ein Blick in die Statistik zeigt: Kinder und Jugendliche sind besonders gefährdet, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Schwere Krankheitsverläufe treten bei Kindern selten auf, doch auch sie können von gesundheitlichen Langzeitfolgen betroffen sein. Und sie stecken wiederum andere Menschen an. Wir haben beim Kreis nachgefragt, wie die Situation in Castrop-Rauxel ist.

Unsere Redaktion wollte wissen, welche Schulen und Kitas in der Europastadt betroffen sind und wie stark. Eine Frage, die Lena Heimers, Pressesprecherin des Kreises, nicht im Detail beantworten kann. Der Grund: Die zurzeit immer weiter steigende Zahl der Infizierten und der damit zusammenhängenden, größer gewordenen Menge von Kontakten erfordern extrem viel Aufwand bei der Kontaktnachverfolgung. Eine Auflistung der einzelnen Schulen in den zehn Städten könne aktuell nicht mehr geleistet werden.

Stattdessen gibt es zwei Zahlen, die einmal in der Woche zusammengestellt werden. Erfasst wird die Altersstufe der Unter-Sechsjährigen und damit ein Großteil der Kita-Kinder, und die Altersstufe der 6- bis Unter-18-Jährigen, also in der Regel Schüler.

73 Kinder und Jugendliche in Castrop-Rauxel sind aktuell infiziert

Am Dienstag (30.11.) waren in Castrop-Rauxel 15 Kinder unter 6 Jahren infiziert. Bei der zweiten Gruppe der 6- bis 17-Jährigen sind es 58 Kinder und Jugendliche. Die Gesamtzahl aller akut Infizierten gab der Kreis am Dienstag für Castrop-Rauxel mit 334 an.

Im gesamten Kreis sind bei den Kindern unter sechs Jahren 139 als infiziert gemeldet, immerhin 567 in der Altersklasse 6 bis 17. Die neue Form der Erfassung der Infizierten-Zahlen der Kita-Kinder und Schüler gilt erst ab dieser Woche. Deshalb gibt es keine Vergleichszahlen.

Inzidenz bei den Kindern und Jugendlichen ist besonders hoch

Lena Heimers kann aber auf eine andere Abfrage des Schulministeriums hinweisen. In der 46. Kalenderwoche (15. bis 21.11.) waren im Kreis demnach 329 der 6- bis 17-Jährigen infiziert. Ein genauer Vergleich ist nicht möglich, die Tendenz allerdings ist eindeutig.

Wie diese Zahlen zu bewerten sind, zeigt ein Blick in eine andere Statistik des Kreises Recklinghausen, die den Anteil der Neuinfektionen nach Altersgruppen gliedert. Demnach liegt die Inzidenz im Kreis bezogen auf 100.000 Einwohner bei den Kindern unter zehn Jahren (Stand 30.11.) bei 369,1, bei den 10- bis 19-Jährigen bei 381,1 – so hoch wie in keiner anderen Altersstufe. Über alle Altersstufen hinweg beträgt die Inzidenz im Kreis aktuell 240,2.

Über die Autorin
Redakteurin für Castrop-Rauxel und den Dortmunder Westen

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