Zehn Fakten zur Landtagswahl in Castrop-Rauxel

Am 14. Mai

Am 14. Mai wird in Nordrhein-Westfalen gewählt: Die Wähler bestimmen dann mit ihren beiden Stimmen, welche Parteien und Abgeordnete in den NRW-Landtag einziehen. Wir erklären, wie die letzte Wahl ausging, wer diesmal antritt und wie man in Castrop-Rauxel wählen kann. Hier kommen zehn Fakten zur Wahl.

CASTROP-RAUXEL

, 31.03.2017, 17:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Zehn Fakten zur Landtagswahl in Castrop-Rauxel

Sechs Wochen vor der NRW-Wahl am 14. Mai sind nicht nur die ersten kleineren Plakate platziert worden. Auch die großen Plakatwände, die sogenannten „Wesselmänner“, stehen an den bekannten Stellplätzen.

1. Die Listen

Bis Montag, 27. März 2017, sind beim Landeswahlleiter 35 Landeslisten eingereicht worden. Seit Einführung der Zweitstimme und den damit verbundenen Landeslisten im Jahr 2010 sind 35 eingereichte Listen ein neuer Höchstwert. „Wie erwartet haben wir damit mehr Listen als bei der letzten Landtagswahl“, erklärte Landeswahlleiter Wolfgang Schellen.

Bei der vorgezogenen Landtagswahl 2012 waren nur 21 Listen eingereicht worden. Zur Wahl zugelassen wurden damals 17 Listen. Der Landeswahlausschuss ließ damals 17 Landeslisten zur Wahl zu. Wie viele Listen diesmal endgültig zugelassen werden, entscheidet der Landeswahlausschuss am 4. April.

 

2. Der Wahlbezirk

Castrop-Rauxel gehört auch bei dieser Wahl wieder zum Landtagswahlbezirk 73 Recklinghausen V. Neben Castrop-Rauxel umfasst der Bezirk noch Waltrop sowie den südöstlichen Teil der Stadt Datteln.

 

3. Die Ergebnisse 2012

Bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2012 gab es in Castrop-Rauxel folgende Ergebnisse:

Erststimmen Hegemann CDU  22,44 % Steininger-Bludau SPD  51,83 % Kemna Grüne  7,13 % Grabowski FDP  5,78 % Pormman Linke  3,18 % Kaufmann Piraten  9,65 %

Zweitstimmen CDU  19,83 % SPD  49,46 % Grüne  8,19 % FDP  5,56 % Linke  2,88 % Piraten  9,03 % Andere  5,05 %

 

4. Die Kandidaten

Sechs Parteien stellen für die anstehende Landtagswahl einen Kandidaten für den Landtagswahlbezirk 73 Recklinghausen V. Welche das genau sind, entscheidet sich laut Kreissprecher Jochem Manz offiziell erst in der kommenden Woche. Schon jetzt aber sind die Kandidaten absehbar.

Die SPD schickt erstmals Lisa Kapteinat ins Rennen, die seit dem vergangenen Jahr auch Stadtverbandschefin in Castrop-Rauxel ist. Für die CDU tritt der Waltroper Politiker Ulrich Meick als Direktkandidat an. Auch bei den Grünen (Mario Krüger), den Linken (Dirk Knüvener), der FDP (Dr. Heinrich Josef Mußhoff) und den Piraten (Uwe Fischer) sind die Direkt-Kandidaten für den Wahlkreis absehbar.

Jetzt lesen

5. Die AfD

Einen AfD-Kandidaten gibt es im Landtagswahlbezirk 73 Recklinghausen V nicht. Wie Jochem Manz auf Anfrage bestätigte, liegt dem Kreiswahlausschuss lediglich in drei von fünf Recklinghäuser Wahlbezirken (69, 70, 71) ein Wahlvorschlag der AfD vor. Manz: „Die Frist endete am vergangenen Montag um 18 Uhr.“ Über die Zulässigkeit entscheidet das Gremium in der kommenden Woche, das letzte Wort hat anschließend der Landeswahlausschuss.

 

6. Die Wahlhelfer

Die Stadt Castrop-Rauxel sucht noch Wahlhelfer für die Landtagswahl, die beispielsweise Stimmzettel ausgeben, kontrollieren, dass die Wahl ordnungsgemäß abläuft oder die abgegebenen Stimmen auszählen.

Anmelden können sich Interessierte im Rathaus, Europaplatz 1, bei Christina Schmidt in Zimmer 243, unter Tel. (02305) 1062211 oder per E-Mail an wahlbuero@castrop-rauxel.de. Im Internet können sich Helfer auch auf der Webseite der Stadt über ein Online-Formular anmelden. Die Stadt sucht übrigens jetzt schon auch Wahlhelfer für die Bundestagswahl. 

 

7. Das Wählerverzeichnis

Wahlberechtigte können vom 24. bis 28. April im Sitzungsraum IV des Rathauses am Europaplatz 1 während der üblichen Öffnungszeiten in das Wählerverzeichnis zur Landtagswahl für Castrop-Rauxel gucken. Jeder Wahlberechtigte kann dabei die Richtigkeit oder Vollständigkeit seiner Daten überprüfen. Wählen kann, wer in das Wählerverzeichnis eingetragen ist oder einen Wahlschein hat.

 

8. Die Wahlbenachrichtigung

Wahlberechtigte, die in das Wählerverzeichnis eingetragen sind, erhalten bis zum 23. April eine Wahlbenachrichtigung. Wer keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, aber glaubt, wahlberechtigt zu sein, muss Einspruch gegen das Wählerverzeichnis einlegen, wenn er nicht Gefahr laufen will, dass er sein Wahlrecht nicht ausüben kann.

 

9. Der Wahlschein

Wer einen Wahlschein hat, kann an der Wahl im Wahlkreis 73 entweder durch Stimmabgabe in einem beliebigen Wahlbezirk oder durch Briefwahl teilnehmen. Wahlscheine können von Wahlberechtigten, die in das Wählerverzeichnis eingetragen sind, bis zum 12. Mai um 18 Uhr bei der Stadt beantragt werden.

 

10. Die Briefwahl

Mit dem Wahlschein erhält der Wahlberechtigte einen Stimmzettel, einen blauen Stimmzettelumschlag, einen roten Wahlbriefumschlag zum Zurücksenden des Wahlzettels und ein Merkblatt für die Briefwahl. Bei der Briefwahl müssen die Wähler ihren Wahlbrief mit dem Stimmzettel und dem Wahlschein so rechtzeitig absenden, dass der Wahlbrief dort verlässlich spätestens am Wahltag, 14. Mai, bis 18 Uhr eingeht.

Lesen Sie jetzt