Zu wenig Möbel für Flüchtlinge: Idee für Lösung

Unterstützung gesucht

Trotz der großen Bereitschaft der Bevölkerung, Flüchtlingen zu helfen und für sie zu spenden, kann es passieren, dass in Castrop-Rauxel Möbel und Co. ausgehen. Dann würde es schwierig, Wohnungen für diese Menschen auszustatten. Ehrenamtler Jürgen Kahl hatte eine Idee, wie das Problem gelöst werden könnte.

CASTROP-RAUXEL

, 07.01.2016, 17:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zu wenig Möbel für Flüchtlinge: Idee für Lösung

Ab 2017 nimmt der EUV jährlich Sperrmüll – wie hier am Kindergarten am Brückenweg – bis zu einer Höhe von 1000 Kilogramm kostenlos mit. Die Tonnage für Sperrmüll wird zum neuen Jahr angehoben.

Seit die Welle der Hilfsbereitschaft für die Flüchtlinge im Frühjahr des vergangenen Jahres angelaufen ist, klappen Möbeltransport und andere Hilfeleistungen der Ehrenamtlichen in Castrop-Rauxel sehr gut. Dies auch dank des Internets und der prompten Reaktionen innerhalb der beiden Facebook-Gruppen „Refugees welcome to Castrop-Rauxel“ und „Flüchtlingshilfe Castrop-Rauxel“. Wobei die Flüchtlingshilfe jetzt ein Verein in Gründung ist.

Jürgen Kahl, der die Refi-Gruppe im April 2015 ins Leben rief, hat vor vier Wochen noch eine Idee zur Optimierung gehabt. Dies auch vor dem Hintergrund, dass bei weiter steigenden Flüchtlingszahlen Möbel und Co. ausgehen könnten. Zum Teil sei das auch schon so, sagt Kahl.

Flyer bei Anmeldung von Sperrmüll

Er hat deshalb EUV-Chef Michael Werner den Vorschlag gemacht, ob der Stadtbetrieb bei der Anmeldung von Sperrmüll den Bürgern vielleicht einen Flyer mitgeben könnte – mit den Kontaktdaten der beiden Gruppen. „Wir könnten dann die Möbel abbauen und wieder aufbauen“, erklärt Kahl. Möglicherweise könnten auch Haushaltsgeräte mit einbezogen werden.

Für den Bürger hätte dies zudem den Vorteil, dass er dann womöglich nicht zahlen müsste. Zur Erklärung: Einmal im Jahr ist eine Sperrmüllabfuhr bis 800 Kilo kostenlos. „Dass die Sachen noch gut in Schuss sein sollten, ist logisch“, sagt Kahl. Und verdeutlicht noch einmal, dass diese Aktion für Flüchtlinge bestimmt sei, die eine eigene Wohnung bekämen, also nicht etwa, um irgendwo Lager zu füllen.

Gespräch soll Klarheit bringen

Ob und wie diese Idee verwirklicht werden kann, das soll in einem Arbeitsgespräch geklärt werden. Gegenüber unserer Redaktion erklärte Michael Werner: „Zusammen mit den Ehrenamtlichen und der Flüchtlingskoordinatorin Sabine Latterner sollten wir uns an einen Tisch setzen und gemeinsam überlegen."

Im Jahr fallen übrigens in Castrop-Rauxel Stadt 2500 Tonnen Sperrmüll von 3000 Bürgerinnen und Bürgern an. 

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