Zwei Schüler warfen Steine auf fahrenden Zug

Junge Täter ermittelt

Der Zug war unterwegs von Herne nach Castrop-Rauxel Süd, als plötzlich ein Stein flog und die Frontscheibe der Bahn beschädigte. Eine Woche nach dem Vorfall hat die Polizei jetzt die beiden Täter ermittelt. Wahrscheinlich müssen ihre Eltern sich für den gefährlichen Streich verantworten: Die Täter sind 8 und 12 Jahre alt.

CASTROP-RAUXEL/HERNE

20.08.2014, 11:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

Eine Woche später ist klar: Bei den Steinwerfern handelt es sich um zwei Schüler aus Herne, 8 und 12 Jahre alt. Durch einen Zeugenhinweis war es den ermittelnden Polizeibeamten gelungen, zuerst den 12-jährigen Jungen ausfindig zu machen. Er gab dann zu, gemeinsam mit seinem 8-jährigen Freund an der Berkelstraße einen Steinhaufen aufgebaut und mit Steinen geworfen zu haben. Wer letztendlich wie viele Steine in Richtung Gleise geworfen hat, ist noch unklar. Gegen die beiden Täter war ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet worden. Das Ergebnis gibt die Polizei jetzt an die Staatsanwaltschaft weiter - mit Verweis auf das Alter der Täter. Auch wenn die Schüler selbst nicht strafrechtlich belangt werden können, ist es nicht ausgeschlossen, dass ihre Eltern eine Geldstrafe zahlen müssen.

Ebenfalls am 13. August, gegen 17 Uhr, kam es zu einem weiteren Vorfall an den Gleisen auf Herner Stadtgebiet: Ein Zugführer sah zwei Kinder unmittelbar am Gleis sitzen, woraufhin er eine Schnellbremsung einleitete. Dabei überfuhr er eine Betonplatte, die auf die Gleise gelegt worden war. Die beiden Kinder flüchteten in den angrenzenden Wald.  Der 12-Jährige, der jetzt wegen des Steinwurfs befragt wurde, konnte aber glaubhaft versichern, nicht auch die Betonplatte auf die Gleise gelegt zu haben, schreibt die Polizei.

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