Laura Di Betta (Mitte) und ihr Ehemann Salvatore Vitabile (rechts) sind mit dem Bistrorante namens „Die Sizilianer" in die Alleestraße in der Altstadt von Dorsten umgezogen. Dort haben sie ihr gastronomisches Angebot deutlich erweitert. Links: Koch Vittorio Ettari. © Michael Klein
Neueröffnung

Die Sizilianer: Auf dem Weg zu gastronomischer Erfolgsmarke in Dorsten

Bereits wenige Monate nach der Neu-Eröffnung ist das gastronomische Konzept „Die Sizilianer“ so erfolgreich, dass das Betreiber-Ehepaar an einen größeren Standort in Dorsten umgezogen ist.

Originale Lebensmittel-Spezialitäten aus ihrer mediterranen Heimat: Bio-Weine, Olivenöle, Nudeln, Gebäck, Wurst und Käse, Obst und Gemüse. Dazu ein feines gastronomisches Angebot, ebenfalls „Sizilien pur“: Damit haben Laura Di Betta (26) und Salvatore Vitabile (29) eine echte Marktlücke in Dorsten entdeckt – so erfolgreich, dass sich das junge Ehepaar nun an einem neuen Standort vergrößert hat.

Ohne Reservierung wird es schwierig

Was für den Stadtteil Holsterhausen ein herber Verlust ist, wird die Freunde der italienischen Lebensart in der Dorstener Innenstadt freuen: „Die Sizilianer“, diesen Namen haben die beiden ihrem „Bistrorante“ gegeben, empfangen seit rund drei Wochen nicht mehr an der Borkener Straße, sondern an der Alleestraße 20 ihre immer zahlreicher werdenden Gäste. „Wir scheinen grad ziemlich in aller Munde zu sein“, sagt Laura Di Betta. „Ohne Reservierung wird es langsam schwierig, einen Tisch zu bekommen.“

Mix aus Geschäft und Ristorante

In den Räumen der ehemaligen Pizzeria „Bei Mario“ setzen die beiden Sizilianer, die sich in Dorsten kennen und lieben gelernt haben, ihr „Bottega-Konzept“ um. Heißt: Ein Teil der 160-Quadratmeter-Lokalität ist „Lebensmittelgeschäft“ mit aus Sizilien importierten Waren, der Rest ist Restaurant. „Man kann aber auch nur auf einen Kaffee zu uns kommen oder lediglich ein Panini zu sich nehmen“, so die Inhaberin.

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„Die Sizilianer“ sind umgezogen

Wäre aber schade. Denn die Speisekarte, die jeweils wöchentlich durch neue Leckereien aus der mannigfaltigen sizilianischen Küche ergänzt wird, hat es in sich. Die bisherigen Liebhaber der Antipasti-Teller kommen weiterhin auf ihre Kosten. „Aber weil wir jetzt eine richtige Küche und endlich Sitzplätze haben, können wir viel mehr anbieten.“ Neben typischen Kleinigkeiten wie Arancinis (Reisbällchen) gibt es vor allem Pizza und Pasta im Preisrahmen von zumeist acht bis zwölf Euro.

Qualität und Authenzität

„Dabei setzen wir vor allem auf Qualität und Authentizität“, verspricht Laura Di Betta. Keine Pizza Hawaii, kein Gouda-Belag, keine verlängerten Sahne-Saucen, keine Spaghetti Bolognese. Sondern das, was auch zwischen Palermo und Catania selbst gemacht auf den Teller kommt: Pasta mit Schwertfisch-Ragout, mit Pistazien-Gamba-Pesto, mit frittierten Auberginen und Ricotta-Käse zum Beispiel.

„Die sizilianische Küche gibt so viel her, da können wir noch ganz viel aus dem Hut zaubern.“ Selbst die „Pizza Pommes mit Wurstel“ gehört dazu: „Die steht in sizilianischen Restaurants überall auf der Speisekarte.“

Auch originale sizilianische Spezialitäten werden in den Räumen verkauft.
Auch originale sizilianische Spezialitäten werden in den Räumen verkauft. © Michael Klein © Michael Klein

Ihr Ehemann Salvatore Vitabile hat die Gastro-Branche in Italien von der Pike auf gelernt, hat sogar einen Sommelier-Kurs absolviert. Zwei italienische Köche gehören mit zum Team. Laura di Betta, deren Vater als „Gastarbeiter“ in der Gastronomie nach Deutschland kam, hat nach dem Abitur zunächst journalistische Erfahrungen gesammelt, ist seit ein paar Jahren für die Marketing-Aktionen des Central-Kinos zuständig.

„Aber jetzt nur noch eingeschränkt“, sagt die 26-Jährige, die mit ihrem Mann derzeit das zweite Kind erwartet.

Familie und Kochen – das sind ihre beiden größten Hobbys, erzählt die Dorstenerin, während Ehemann Salvatore draußen in der Hofeinfahrt das Obst- und Gemüseregal bestückt. Sogar in der TV-Koch-Serie „Das perfekte Dinner“ hat sie bereits mitgewirkt – und dabei natürlich ein sizilianisches Dinner gezaubert.

Zum Markenzeichen geworden

Das Ehepaar freut sich, dass „Die Sizilianer“ nach so kurzer Zeit bereits zum Markenzeichen in Dorsten geworden sind. Ihr Traum für die Zukunft? „Dass den Gästen unsere selbst gemachten Saucen so gut gefallen, dass wir sie irgendwann unter eigenem Namen produzieren und verkaufen können.“

„Die Sizilianer“, Alleestraße 20, Tel. (02362) 9661435, Öffnungszeiten: Montag und Mittwoch bis Freitag jeweils von 11.30 bis 15 Uhr und von 17.30 bis 23 Uhr (Küche bis 22 Uhr), Samstag und Sonntag jeweils von 12 bis 23 Uhr, Dienstag Ruhetag.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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