Aus der Luft sind die fünf Flächen für die Lagerhallen am Hainichenring gut zu erkennen. © Guido Bludau
Zechengelände

Neues Bauprojekt auf dem Zechengelände in Dorsten nimmt Formen an

Langsam wird es knapp mit freien Gewerbeflächen auf dem Ex-Zechengelände in Dorsten. Investoren aus Lembeck haben jetzt mit den Arbeiten für ein großes Bauprojekt am Hainichenring begonnen.

Nicht nur immer mehr Privatleute oder Solo-Selbstständige benötigen Platz, um wichtige Dinge unterstellen zu können – von Fahrzeugen bis hin zu Werkzeugen. „Auch größere Gewerbebetriebe haben Bedarf nach Lagerflächen, die sie lieber anmieten anstatt kaufen wollen“, sagt Philipp Hülsdünker.

Und deswegen setzt der Lembecker derzeit gemeinsam mit seiner Schwester Patricia Stübbe auf dem Zechengelände in Dorsten ein Projekt um, das insgesamt fünf Firmen solch größere Flächeneinheiten bieten soll.

Voll isolierte Lagerhallen

Auf einem insgesamt 9.000 Quadratmeter großen Grundstück am Hainichenring 13, unweit der Mega-Wash-Anlage, lassen sie fünf vollisolierte Lagerhallen bauen, zwischen 800 und 1.200 Quadratmeter groß.

Die Umrisse sind bereits im Boden abgesteckt, ein fünf Meter hohes „Hallen-Skelett“ steht schon. Geplant sind auch Solardächer. Der damit produzierte Strom soll möglichst auch an interessierte Firmen auf dem Zechengelände abgegeben werden.

„Ins kalte Wasser gesprungen“

„Wir haben lange überlegt und gerechnet, dann haben wird uns entschieden, die Investition zu wagen und ins kalte Wasser zu springen“, erzählt Patricia Stübbe. „DWS“ (für Dorstener Warehouse Solutions) heißt ihre Firma, mit der die Geschwister die Hallengebäude vermarkten wollen.

Patricia Stübbe mit Sohn Jannes, ihrem Bruder Philipp Hülsdünker und ihrem Vater Bernhard Hülsdünker (v.l.)
Familien-Team: Patricia Stübbe mit Sohn Jannes, ihrem Bruder Philipp Hülsdünker und ihrem Vater Bernhard Hülsdünker (v.l.) © Michael Klein © Michael Klein

Ihre derzeitigen Jobs behalten sie jedoch. Dazu sind sie zu sehr Familienmenschen. Philipp Hülsdünker (Werkstatt) und Patricia Stübbe (Büro) sind nämlich unverzichtbare Mitarbeiter im Team ihres Vaters Bernhard Hülsdünker: Der Lembecker betreibt seit 30 Jahren in Reken ein Unternehmen, Geschäftsfelder: Baumaschinenhandel und Lagerflächenvermietung. Die DWS-Firmengründer bringen also einiges an Erfahrung mit.

„Das richtige Einzugsgebiet“

Als Lembecker wissen sie natürlich, was in Dorsten los ist. „Wir haben mitbekommen, dass die Ruhrkohle AG Interessenten für dieses Grundstück gesucht hat“, erzählt Philipp Hülsdünker. „Und hier ist das richtige Einzugsgebiet für das nördliche Ruhgebiet“, glaubt er – und lobt die „unkomplizierte Zusammenarbeit“ mit RAG und Stadt Dorsten.

Die Hallen errichtet die Marler Baufirma Schlehäuser. „Die haben das schon damals für uns in Reken übernommen“, sagt Vater Bernhard Hülsdünker.

Nachdem Ende April Baustart war, werden die geplanten fünf Gebäude inzwischen in den gängigen Immobilien-Portalen inseriert. Das Geschwisterpaar hofft, dass die Hallen spätestens Ende des Jahres bezugsfertig sind.

„Lieferschwierigkeiten“

Genaueres ist schwierig zu sagen, „denn im Baugewerbe kommt es aktuell zu vielen Lieferschwierigkeiten“. Im konkreten Fall auch wegen der Brexit-Folgen. „Denn eine Lieferfirma sitzt in England“, sagt Bernhard Hülsdünker.

Über den Autor
Redaktion Dorsten
Geboren 1961 in Dorsten. Hier auch aufgewachsen und zur Schule gegangen. Nach erfolgreich abgebrochenem Studium in Münster und Marburg und lang-jährigem Aufenthalt in der Wahlheimat Bochum nach Dorsten zurückgekehrt. Jazz-Fan mit großem Interesse an kulturellen Themen und an der Stadtentwicklung Dorstens.
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Michael Klein

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