12 000 schwarze Scheiben wurden angeboten

Schallplattenbörse in der Lohnhalle

Die Lohnhalle auf dem Zechengelände Fürst Leopold verwandelte sich am Sonntag (27. September) zum Mekka für Schallplatten-Liebhaber. An 15 Ständen boten die Händler fast 12 000 der beliebten schwarzen Scheiben an, die schon längst wieder zu einem echten Kult geworden sind.

HERVEST

, 27.09.2015, 17:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
12 000 schwarze Scheiben wurden angeboten

Oliver Turrek stellte auf der Plattentauschbörse in der Lohnhalle am Sonntag eine ganz besondere Rarität aus: eine original Pink Floyd „Dark Side of the moon“ mit dem seltenen blauen Dreieck.

„Es ist einfach eine Sucht“, verriet Händler Oliver Turrek aus Castrop-Rauxel, der nicht nur eine große Auswahl an Platten aller möglichen Musikrichtungen, anbot, sondern auch gebrauchte Musikinstrumente und Rock-Equipment.

„Ich hab mich zum Glück noch nicht selbst bei den anderen Händlern umgesehen, man findet eben doch immer etwas, das einem in der eigenen Sammlung noch fehlt“, sagte er schmunzelnd. Selbst in seinen eigenen Schatzkisten fand er doch noch die eine oder andere Vinylscheibe, die er sich für die private Sammlung zur Seite legte.

Glücksgriff

Zum Zeitvertreib zwischen den Fachgesprächen mit den anderen Sammlern und Händlern hatte er sich aber auch eine Sammlung mit knapp 750 Platten mitgebracht, die er vor kurzem erst aufgekauft hatte.

Beim Sortieren machte er einen Glücksgriff: Eine original Pink Floyd „Dark side of the moon“-Schallplatte mit – und das ist das Wichtige – der hellblauen Pyramide.

„Die Platte ist ein echtes Schätzchen, so einen Glücksfund hat man selten“, bestätigte auch Veranstalter Heinz-Bernd Töns, der von dem Raritätenfund sofort Wind bekommen hatte. Im guten Zustand kann so eine Platte schließlich bis zu 2000 Euro wert sein.

„Kleine Details“

„Es sind die kleinen Details, auf die die Sammler achten. Käufer, denen es nur um die Musik geht, können heute fast jede Platte zum guten Preis erwerben. Wenn man aber wirklich sammelt, dann achtet man besonders auf die seltenen Erstpressungen und Originale“, so Töns. Um Plattenliebhabern die Möglichkeit zu geben, eben diese besonderen Stücke zu finden, organisierte der Schermbecker die Börse jetzt schon zum zweiten Mal: „Es waren viele Liebhaber da, viele tolle Aussteller und natürlich sind auch einige echte Raritäten über die Ladentheke gegangen.“

Das Fundstück von Oliver Turrek wechselte hingegen nicht den Besitzer: „Die behalte ich erst mal selber“, verriet er.

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