160 Künstler verwandeln Schloss Lembeck in eine Kunstmeile

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Schloss Lembeck verwandelte sich am Wochenende in eine bunte Kunstmeile und bot zwei Tage Kunstgenuss pur.

25.08.2019, 12:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Immer am letzten Augustwochenende gastiert der Kunstmarkt „FineArts“ im Park des Wasserschlosses. Das Zusammentreffen verschiedener Künste vor barocker Kulisse macht das Besondere aus und zog auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher von nah und fern an. „Die FineArts zählt seit Jahren zu den Höhepunkten in unserem Terminkalender“, sagt Ingeborg Glades aus Witten. „Jedes Jahr gibt es etwas Neues zu entdecken und wir freuen uns auf den Austausch mit den Künstlern.“

160 Künstler verwandeln Schloss Lembeck in eine Kunstmeile

Die Bewässerungsanlage des Wassergrabens wirkte wie eine weitere Skulptur. © Ralf Pieper

Rund 160 Künstler zeigten Werke aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Grafik, Keramik, Glas Schmuckdesign und vielem mehr. Aus verschiedenen Teilen Deutschlands reisten die Künstler bereits Tage vorher an, um mit viel Liebe zum Detail ihre Ausstellungsfläche zu bestücken. An einigen Ständen wurden Techniken auch vorgeführt. Man konnte dabei nicht nur dem Meister über die Schulter schauen, sondern auch die Geschichte hinter seinen Werken erfahren.

160 Künstler verwandeln Schloss Lembeck in eine Kunstmeile

Strahlend blauer Himmel über der FineArts. © Ralf Pieper

„Eine solche Vielfalt verschiedenster Kunstrichtungen gibt es sonst nirgendwo zu sehen“, so Maren Zielewicz aus Gladbeck. „So viele schöne Dinge. In jedem Jahr schwöre ich mir, diesmal nur zu schauen und kein Geld auszugeben und in jedem Jahr scheitere ich.“ Ein Blick auf den Herren neben ihr mit diversen Tragetaschen in der Hand unterstricht das Gesagte.

160 Künstler verwandeln Schloss Lembeck in eine Kunstmeile

Kühle Erfrischungen waren bei Temperaturen von 30 Grad sehr gefragt. © Ralf Pieper

Die FineArts ist ein Markt der verführt, Kunst hautnah erleben lässt, um dann auserkorene Lieblingsstücke zu erwerben. Die Sonne strahlte mit Ausstellern und Besuchern um die Wette. „Heute Nachmittag ist es fast schon zu warm, da bleiben die Leute lieber zuhause“, beschrieb einer der Künstler. „Aber viele Käufer kamen schon kurz nach der Eröffnung um 10 Uhr und sicherten sich ihr Lieblings-Kunstwerk.“

„Es muss ein Unikat sein“

Nach welchen Kriterien sucht der Kunstsammler aus? Andreas Gühl erklärt: „Ich habe bei der Suche keine bestimmten Vorlieben hinsichtlich Motiven oder Objekten. Aber es muss ein Unikat sein. Was die Besucher hier auf der FineArts zu sehen und zu kaufen bekommen, wird nicht in Masse produziert. Wer hier kauft, bekommt damit etwas ganz Besonderes. Im letzten Jahr war es bei mir eine Skulptur für meinen Garten, vor zwei Jahren ein Gemälde für die Diele. Heute ist meine Frau ganz fasziniert von den Handtaschen. Ich fürchte das wird mein Budget ordentlich schmälern.“

160 Künstler verwandeln Schloss Lembeck in eine Kunstmeile

Auch ein Kunstwerk braucht mal Entspannung. © Ralf Pieper

Das gastronomische Angebot im Rahmen der FineArts wurde ausgiebig genutzt. Besonders verschiedenste kühle Getränke waren bei Temperaturen um 30 Grad sehr beliebt. Walking Acts sorgten für musikalische Untermalung bei der Pause unter dem Sonnenschirm. „Einfach herrlich hier“, beschrieb eine Besucherin die Atmosphäre. „Ich könnte den ganzen Tag hier verbringen.“ Der Herr an ihrer Seite fügte hinzu: „Wir sind auch schon seit fünf Stunden hier.“

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