3 Millionen mehr an Steuern

30.07.2007, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorsten Zwei Nachrichten wird Kämmerer Wolfgang Quallo in der nächsten Woche dem Finanzausschuss überbringen, eine gute und eine schlechte.

Die gute Nachricht zuerst: Die Dorstener Steuereinnahmen, das zeigen aktuelle Daten, fallen wohl deutlich höher aus als erwartet. Das ändert aber nichts an der schlechten Nachricht: Trotzdem wird auch unter dem Haushalt 2007 ein neues dickes Minus stehen!

"Wir schaffen lediglich ein Abflachen des Schuldenanstiegs", bedauert Quallo. Dabei dürften die Gewerbesteuer-Einnahmen, die von 12,9 Millionen Euro im Vorjahr 2007 auf 17,5 Millionen Euro wachsen sollten, diese Prognose sogar um rund zwei Millionen übertreffen. Die dann 19,5 Mio hohe Steuereinnahme reicht fast an die Werte früherer Jahre heran, als Dorsten regelmäßig zwischen 20 und 22 Millionen auf seinem Steuerkonto verbuchen konnte.

Allerdings wird es Dorsten schwer fallen, sich diesen Beträgen weiter zu nähern: "Die Mehreinnahme aus diesem Jahr entstammt hauptsächlich einer Steuer-Nachzahlung - und das wird ein einmaliger Vorgang bleiben."

Auch der Anteil an den Einkommenssteuern dürfte, so Quallo, nach der letzten Schätzung um eine runde Million besser ausfallen.

Was aber nützt eine Verbesserung von rund 3 Millionen Euro, wenn dadurch der Fehlbetrag von 8,3 Mio allenfalls auf 5 Mio reduziert wird.

Dorsten steckt also weiterhin in der Vergeblichkeitsfalle: Selbst die brummende Konjunktur und günstige Bundesdaten verhindern nicht, dass die Stadt immer tiefer in die Schulden rutscht.

Die Kassenkredite der Stadt haben inzwischen einen Stand von 133 Mio Euro erreicht. Damit finanziert Dorsten mittlerweile 90 Prozent seiner laufenden Ausgaben auf Pump.

Wird die 100 Prozent-Grenze überschritten, drohen Maßnahmen der Finanzaufsicht - anderswo packte dann ein Sparkommissar den großen Rotstift aus. kdk

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