48-Stunden-Woche kommt der Feuerwehr gar nicht gelegen

DORSTEN 54-Stunden-Wochen leisten die Berufsfeuerwehrleute ab. Zur allseitigen Zufriedenheit. Doch die EU kommt 2010 mit einer Neuregelung daher. Die schafft Probleme.

von Von Julia Reidegeld

, 22.01.2009, 16:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wachleiter Andreas Fischer.

Wachleiter Andreas Fischer.

„Eine Möglichkeit wäre es, zwei Schichten zu machen. Die erste von sieben Uhr morgens bis sechs Uhr abends, die zweite wieder von 18 Uhr bis sieben Uhr“, erklärt Fischer. Doch dann würden statt 90 Schichten 160 im Jahr anfallen und es entstünden nicht nur mehr Kosten für den Arbeitnehmer, der 70 Mal mehr zum Arbeitsort hin und wieder zurück fahren muss – „Für Dorsten bräuchten wir dann auch zwei Leute mehr im Team“, betont der Wachleiter. Andere Feuerwachen, zum Beispiel in Großstädten wie Berlin, sehen das anders. „Weil die Arbeitsbelastung so hoch ist, funktioniert dort kein 24-Stunden-Dienst“, weiß Fischer. Hier wird auf andere Zeitmodelle zurückgegriffen, wie es vielleicht die Dorstener Feuerwehr ab 2011 auch muss. Fischer hofft, dass der 24-Stunden-Dienst so lange weiter gemacht werden kann, wie es geht.

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