51-Jähriger soll Mädchen Haschisch angeboten haben

Vor Gericht

In fünf Fällen soll ein 51-Jähriger einer damals 14-Jährigen Haschisch angeboten und sie damit zum Rauschgiftkonsum verführt haben. So sah es die Staatsanwaltschaft, der Angeklagte jedoch wollte seine Unschuld beweisen.

DORSTEN

von Von Michael Klein

, 19.01.2012, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Da Aussage gegen Aussage gestanden hätte, schien dem Verteidiger, der mehrfach zwischen Richter und Staatsanwalt beziehungsweise seinem Mandanten hin-und her pendelte, das Risiko eines möglichen Scheiterns aber wohl doch zu groß. Nach knapp einstündiger Beratungszeit konnte dann auf die Vernehmung aller Zeugen, auch des Mädchens, verzichtet werden. Denn auf sein hartnäckiges Insistieren gegenüber dem Angeklagten hin erklärte der Verteidiger, dass sein Mandant die Vorwürfe einräume.

Dies hatte zur Folge, dass die Staatsanwältin eine zwei-jährige Gefängnisstrafe auf Bewährung forderte – dem folgte das Gericht. Wie sehr die ganze Geschichte auf des Messers Schneide gestanden hatte, machte nach der Urteilsbegründung Richterin Regine Heinz deutlich. Denn hätte der Dorstener dem Mädchen die Aussage nicht erspart, wäre er bei einer Verurteilung ins Gefängnis gegangen. Ob es zwischen dem Dorstener und dem jungen Mädchen eine „intime Beziehung“ gab, wie in der Anklageschrift erwähnt wurde, war danach kein Thema. Wie der Verteidiger erklärte, wurde ein Verfahren gegen seinen Mandanten wegen sexuellen Missbrauchs im Vorfeld eingestellt.

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