80 Teilnehmer bei Kundgebung gegen die ODAS-Anlage

Friedliche Demo

HOLSTERHAUSEN "Wir wollen nicht, dass in der Emmelkämper Mark eine industrielle Schredderanlage für Holz entsteht, die das Landschaftsschutzgebiet mit Lärm, Staub, Gestank und Verkehr belastet." So lautete der Tenor der Kundgebung, zu der am Montagabend die Bürgerinitiative Emmelkämper Mark aufgerufen hatte, um "friedlich und sachlich das Grundrecht eines jeden Bürgers wahrzunehmen".

von Von Klaus-Dieter Krause

, 22.03.2010, 20:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rund 80 Holsterhausener protestierten gegen die geplante Biogas-Anlage.

Rund 80 Holsterhausener protestierten gegen die geplante Biogas-Anlage.

Es waren tatsächlich keine "Berufsdemonstranten", sondern ganz normale Leute jeden Alters, die sich kurz nach 18 Uhr auf den Weg zum Steinwerk machten. Es gab weder Sprechchöre noch Triller-Pfeifen, geschweige denn Krawalle. 80 Teilnehmer hatten sich vom Vorplatz bei "Hähnchen Finke" in Bewegung gesetzt, unterwegs stießen noch ein paar Nachzügler hinzu.

"Mit mehr haben wir unter der Woche auch nicht gerechnet", erklärte Dr. Jochen Rudolph, "aber die Zahl derjenigen, die unsere Forderung unterstützen ist viel höher, wie inzwischen 600 Unterschriften beweisen."

Rudolph wies den Vorwurf zurück, man habe sich mit der Montags-Demo der DDR-Bürgerrechtler auf eine Stufe stellen wollen: "Es hätte auch eine Dienstags-Demo sein können. Der Termin war Zufall, wir wollten die Kundgebung noch vor den Osterferien starten." Dies unterstrich auch Birgit Rost bei ihrer Rede am Steinwerk: "Wir haben uns in keiner Weise so geäußert, diese Kritik der Politiker war unfair und polemisch.""Nachbesserungen dank der Einwendungen"

Vor den Steinwerk-Toren eröffnete Birgit Rost den Reigen der Redner. Sie erklärte, dass erst die Initiative die Pläne zum Bau der Industrie-Anlage ans Licht der Öffentlichkeit gebracht habe: "Und erst durch unsere Einwendungen beim Kreis kam es zu Nachbesserungen."

Die aber reichen der Initiative nicht aus. Peter Sarwaitz: "Ich habe ein Haus in der Ewigkeit gebaut, weil ich nahe an einem Naturraum leben wollte. Diese Anlage gehört nicht hierher, die gehört in ein Industriegebiet. Ich werde mich weiter dagegen wehren, auch wenn mich das Tausende Euro kosten sollte." "Große Industrie-Schredder-Anlagen" geplant"

Als Hauptredner erläuterte Dr. Jochen Rudolph noch einmal die wesentlichen Ablehnungsgründe der Initiative: "Wir sind nicht gegen Biogas-Anlagen, die sind am richtigen Platz durchaus sinnvoll. Aber hier sollen zwei große Industrie-Schredder-Anlagen für Holz entstehen und der Lärm wird das Landschaftsschutzgebiet zerstören."

Die Initiative habe ihren Widerspruch gegen die Genehmigung des Projekts sachlich begründet. "Unsere Argumente wird der Kreis jetzt prüfen und uns dann mitteilen, ob wir Unsinn reden oder ob wir richtig liegen."

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