ADHS bei Kindern ist heilbar: Dr. Ralph Meyers verrät, wie das geht

ADHS Kompetenznetzwerk

Der Dorstener Mediziner Dr. Ralph Meyers hat ein ADHS Kompetenznetzwerk aufgebaut. In einem Vortrag erläutert er, wie ADHS bei Kindern geheilt werden kann.

Dorsten

, 04.11.2019, 13:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
ADHS bei Kindern ist heilbar: Dr. Ralph Meyers verrät, wie das geht

Der Zappelphilipp hat vermutlich unter ADHS gelitten. Ihm könnte heute geholfen werden. © privat

ADS ist heilbar - diesem Thema hat Dr. Ralph Meyers, Leiter des Sozialpsychiatrischen Centrums für Kinder und Jugendliche, ein Buch gewidmet. Er stellt es am Montag (11. November) um 18.30 Uhr, im Leo, Fürst-Leopold-Allee 77, der interessierten Öffentlichkeit, Betroffenen, Angehörigen, Pädagogen und Medizinern, vor. Wer teilnehmen möchte, solle sich umgehend über die Doodle-Teilnehmerliste anmelden, bittet Ralph Meyers die Interessenten.

Seine Buchvorstellung kündigt Ralph Meyers mit anschließender Signierstunde an.

ADHS bei Kindern ist heilbar: Dr. Ralph Meyers verrät, wie das geht

ADHS ist heilbar, sagt Dr. Ralph Meyers. © Petra Berkenbusch

Das Buch will aufräumen mit vielen Missverständnissen und Laien die Krankheit und Behandlungsmöglichkeiten erklären. Eine Störung, an der in Deutschland etwa acht Prozent der Schulkinder leiden und weltweit 2,8 Prozent der erwachsenen Bevölkerung. Meyers: „Bei den Erwachsenen ist die Dunkelziffer vermutlich noch höher.“

Viele Missverständnisse ranken sich um die Krankheit

Denn, um gleich mal ein gängiges Missverständnis auszuräumen, ADS wächst sich nicht aus. Falsche Strukturen und Vernetzungen im Gehirn seien die Ursache für die verminderte Konzentrationsfähigkeit, die könne das Gehirn ohne Therapie nicht reparieren. „Eine geeignete Therapie kann das jedoch schaffen“, erklärt Meyers und räumt gleich mit dem nächsten Missverständnis von der Unheilbarkeit von ADS auf.

Am Anfang einer sinnvollen Therapie stehe unabdingbar eine objektive Diagnose. „Es gibt längst objektive Tests zur Feststellung von Konzentrationsmangel, Flüchtigkeit, Unruhe und Impulsivität“, klärt Meyers auf. Kinder, die im Wartezimmer seiner Praxis am Südwall ärztlich verordnet mit dem iPod spielen, absolvieren vermutlich gerade den Opatus-Test, der auf iOS läuft und als App auf jedes Apple-Gerät heruntergeladen werden kann.

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