Adventslichter sprühen Funken der Freude

Spendenaktion

Vom 1. bis 24. Dezember zünden wir wieder täglich für Menschen in unserer Stadt, die Unterstützung brauchen, ein wärmendes Licht an. Helfen auch Sie durch Geld- und Sachspenden mit.

Dorsten

, 24.11.2018, 11:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Noch leuchten die symbolischen Tüten-Lampen nicht, doch ab dem 1. Dezember wird wieder täglich ein Adventslicht für Menschen in unserer Stadt entzündet. Die Partner der Spendenaktion sind zuversichtlich, dass die Dorstener so hilfsbereit sind wie in den Jahren zuvor.

Noch leuchten die symbolischen Tüten-Lampen nicht, doch ab dem 1. Dezember wird wieder täglich ein Adventslicht für Menschen in unserer Stadt entzündet. Die Partner der Spendenaktion sind zuversichtlich, dass die Dorstener so hilfsbereit sind wie in den Jahren zuvor. © Anke Klapsing-Reich

Sparen - das ist vielen Menschen, die finanziell am Abgrund wandeln, nicht möglich. „Wenn bei Leuten, die Sozialleistungen beziehen, beispielsweise ein Haushaltsgerät wie Kühlschrank oder Herd kaputt gehen, dann geraten sie schnell in Schwierigkeiten“, weiß Caritas-Mitarbeiterin Andrea Schlüter. Wie sollen sie dann noch Weihnachtswünsche ihrer Kinder, geschweige denn ihre eigenen, erfüllen? „Gar nicht. Und deswegen finde ich unsere Gemeinschaftsaktion so toll, denn damit können sich die Familien endlich einmal etwas Schönes gönnen, was sonst nicht drinsitzt.“

“Manche schämen sich“

Die Dorstener Zeitung zieht gemeinsam mit den Wohlfahrtsverbänden an einem Docht, wenn sie am 1. Dezember 2018 wieder zur traditionellen Adventslichteraktion aufruft: Jeden Tag veröffentlichen wir bis zum 24. Dezember einen anonymisierten Fall, der von den Aktionspartnern ausgewählt wurde. AWO, Caritas, Kinderschutzbund, Sozialdienst katholischer Frauen, Kinder-, Jugend- und Familienzentrum, VSWB Betreuungsverein, Heilpädagogische Familienhilfe, Lebenshilfe und andere Verbände sind ganz nah dran und wissen, wer in unserer Stadt Hilfe braucht. „Manche schämen sich aber auch und möchten gar nicht sagen, was sie sich wünschen“, hat Christiane Wittek (AWO-Pflegedienste) erfahren.

Kleine Wünsche - großes Glück

Dabei sind es oft beschämend kleine Wünsche, die großes Glück bescheren: ein Familienbesuch im Zoo oder im Freizeitbad, einmal „auf Schalke“ mitjubeln, ein gut erhaltenes Fahrrad, ein Kinderbett oder eine Lesebrille. Andere würden sich über einen finanziellen Zuschuss für die hohe Stromrechnung oder für den Haushalt freuen: „Ich weiß von unseren Klienten, dass das preisgünstige Mobiliar bei Umzügen oft den Transport nicht übersteht“, sagt Andreas Engwald von der Mobilen Jugendhilfe. Inge Kurzawa (SkF) erlebt oft, dass Schimmelbefall in Wohnungen oder die Anschaffung von Schulmaterialien Familien in kleine Katastrophen stürzt.

Bei den Sachspenden bittet Andrea Schlüter darum: „Bitte nur gut erhaltene Sachen abgeben.“ Beruhigend für die Spender zu wissen, dass jede Unterstützung dort ankommt, wo sie hin soll: „Schließlich sitzen wir alle an einem Tisch und sind gut vernetzt“, bestätigen die Aktionsteilnehmer.

“Die Sorgen sind die gleichen“

Die ehemalige Leiterin des städtischen Sozialamtes, Rita Saalmann, unterstützt die Aktion und zeigt sich beeindruckt von den Berichten der teilnehmenden Parteien: „Ich bin ja schon einige Jahre nicht mehr im Dienst, muss aber feststellen, dass die Sorgen offensichtlich die gleichen geblieben sind“, sagt Rita Saalmann. Sie setzt auf die Spendenbereitschaft der Dorstener, „es ist doch wunderbar, mit kleinen Dingen Erleichterung und Freude schenken zu können.“

So funktioniert´s: Vom 1. Dezember bis zum Heiligen Abend veröffentlichen wir an jedem Erscheinungstag (samstags zwei) eine Schilderung über eine konkrete Notalge oder einen konkreten Wunsch, zum Schutz der Betroffenen in anonymisierter Form. Jeder der insgesamt 24 Fälle bekommt eine Fall-Nummer. Wer Sach- oder Geldspenden einem bestimmten Fall zukommen lassen möchte, nennt auf seiner Überweisung einfach diese Nummer. Aber auch finanzielle Spenden für die Gesamtaktion, die dann gerecht verteilt werden, sind willkommen. Die Konten-Nummern veröffentlichen wir mit den Fällen. Unter jedem Fall ist ein zuständiger Ansprechpartner vermerkt. Ansprechpartner für Aktionsfragen: Anke Klapsing-Reich, E-Mail: Anke.Klapsing-Reich@dorstenerzeitung.de
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