Altes Hallenbad wird 2014 abgerissen

Der Abriss des Lippetor-Centers ist bereits in vollem Gang, im nächsten Jahr soll sich nur 250 m entfernt der Abbruch eines weiteren markanten Gebäudes anschließen - das alte Hallenbad wird endgültig von der Landkarte verschwinden.

von Von Klaus-Dieter Krause

, 05.11.2013, 17:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das alte Dorstener Hallenbad wird im nächsten Jahr abgerissen.

Das alte Dorstener Hallenbad wird im nächsten Jahr abgerissen.

Wie berichtet hatte das Gebäude, das zuletzt als Kid's-World-Halle dem Freizeitspaß von Kindern diente, so große bauliche Schäden aufgewiesen, dass eine Sanierung sich nicht mehr finanzieren ließ. Die Stadt hatte deshalb die Reißleine gezogen, dem Betreiber fristgerecht gekündigt und die Gebäudesubstanz einer gründlichen Prüfung unterzogen.

Ebenfalls denkbar wäre gewesen, dass alte Hallenbad "einzumotten" und zu warten, bis sich ein Investor findet, der, wie im Falle der Mercaden am Lippetor, den Abriss mit übernimmt.

Rückbau ist die einzige Option

Nach Abwägung der Vor- und Nachteile hat sich die Stadt jedoch für den anderen Weg entschieden: "Der Rückbau ist die einzige Option, um die notwendigen Gestaltungs- und Entscheidungsspielräume für die weitere Nutzung der Liegenschaft zu schaffen und damit auch die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks zu eröffnen", heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Wenn bei den Politikern nicht völlig unverhofft ein kompletter Meinungsumschwung einsetzt, dann werden Bauausschuss und Rat in den nächsten Wochen beschließen:

  • Das ehemalige Hallenbad wird im Jahr 2014 zurückgebaut.
  • Die dafür erforderlichen Mittel in Höhe von 473 000 Euro werden im Etat bereitgestellt.
  • Der Haushaltssanierungsplan der Stadt wird entsprechend geändert.

Weitere Kosten in Höhe von 40 000 Euro entstehen durch die Umsetzung der Trafostation, die bisher sowohl das alte Hallenbad wie die Petrinum-Sporthalle versorgte. Die Mittel sollen dem Etat-Ansatz für "unvorhergesehene kleinere Investitionen" entnommen werden. Wann es zu "unvorhergesehenen höheren Einnahmen" durch den Verkauf der Immobilie kommt, ist noch nicht absehbar. Zwar hat es erste Interessensbekundungen geben, aber noch keinerlei konkrete Verkaufsverhandlungen.

Ergänzung erwünscht

Da die Fläche auf Maria Lindenhof für Sport- und Freizeitnutzungen bestimmt ist, sind Handel oder Gewerbebetriebe hier ausgeschlossen. Im Rathaus ist man dennoch zuversichtlich, mittelfristig das Gelände vermarkten zu können und im besten Fall eine Ergänzung des bestehenden Freizeitangebotes hinzukriegen. 

 

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