An der A 52 bei Dorsten ausgesetzte Katzenbabys: Tierschützer geben Hoffnung nicht auf

rnKatzen-Rettungsaktion

Die Suche nach den an der A 52 ausgesetzten Katzenbabys war bisher erfolglos. Die Tierschützer geben die Hoffnung nicht auf. Die beiden geretteten Kitten werden im Tierheim Dorsten gepflegt.

Dorsten

, 11.10.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zweieinhalb Stunden war die Dorstenerin Conny Sander vom ehrenamtlichen Dorstener Katzenstreuner-Projekt an der Stadtgrenze Dorsten/Gelsenkirchen in der Nacht zu Freitag unterwegs, um einige der am Dienstag an der A 52 von Unbekannten ausgesetzten Katzenbabys zu retten. Mit dabei: ein Nachtsichtgerät, eine Lebendfalle und einige Unterstützer.

Bislang erfolglos

„In jeder Ecke sind wir gewesen, in der Hoffnung etwas zu finden“, sagt Conny Sander. Aber leider erfolglos. „Mich macht das wütend und fassungslos“, sagt sie. „Diese kleinen Pfoten wurden zum Sterben einfach zurückgelassen, ihre Überlebenschance wird immer geringer.“

Einen Hoffnungsschimmer hat sie allerdings noch. Am späten Freitag bekam sie einen Anruf, dass ein Spaziergänger 400 Meter von einer Lebendfalle entfernt zwei Kätzchen im Alter von sieben bis acht Wochen hat herumstreifen sehen. „Das könnten sie sein“, so Conny Sander.

Autofahrer hatten am Mittwoch gesehen, dass Katzen die Autobahn überquerten. Ein Verkehrsteilnehmer hielt an und entdeckte eine Reisetasche, in der die Katzen ausgesetzt worden waren. In den Medien sorgten die Vorkommnisse für eine Menge Aufsehen.

Den Umständen entsprechend

Während zwei Katzen tot aufgefunden wurden, konnten zwei der Kitten gerettet werden. Sie werden derzeit im Dorstener Tierheim betreut. Das dortige Team hat sie Tabaluga und Tamina genannt. „Es geht ihnen den Umständen entsprechend gut“, so das Tierheim auf seiner Facebook-Seite. „Tabaluga hatte etwas mehr Glück, da er schneller gefunden wurde. Tamina war länger allein und völlig nass und unterkühlt, als sie zu uns kam.“ Wie bei vielen kleinen Katzen, die ohne ihre Mütter gefunden werden, wird es ein langer Weg für die zwei Findlinge, so der Tierschutzverein: „Aber wir gehen ihn gemeinsam.“

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