Arbeit gibt es reichlich auf der Strecke

27.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schermbeck Die Feldbahnstrecke zwischen der ehemaligen Ziegelei Idunahall und dem Gahlener Heisterkamp liegt Andreas Knopf sehr am Herzen. Deshalb kommt der Vorsitzende des "Förderverein Deutsche Feldbahn e.V." regelmäßig aus dem norddeutschen Bad Bramstedt nach Schermbeck, um die Mannschaft vor Ort bei ihren vielfältigen Aufgaben zu unterstützen.

Arbeit gibt es reichlich auf der Strecke und im Maschinendepot auf dem ehemaligen Ziegeleigelände. Der Förderverein betreut in Schermbeck inzwischen 13 Lokomotiven, unter anderem die älteste Lok, eine "Jung ZL 130" aus dem Jahre 1936. Eine "Diema"-Lok aus dem Jahre 1958, die von der Diepholzer Maschinenfabrik hergestellt und in Schermbeck erstmals eingesetzt wurde, war zuletzt im Marinestützpunkt I in Laboe im Einsatz. Technische Besonderheit: Die Lok wird von einem 75 PS starken wassergekühlten Drei-Zylinder- (Schiffs-)Motor der Firma Mercedes angetrieben.

Die zum Bestand gehörende "Diema DS 90" transportierte bis 1980 militärische Materialien im Auricher Bundeswehr-Depot, wurde anschließend im Diepholzer Werk für das Schermbecker Dachziegelwerk Idunahall umgebaut, wobei der Führerstand nach hinten verlegt wurde und die Lok statt des bisherigen V-6-Motor einen Sechs-Zylinder-Reihen-Motor erhielt.

Bei dieser Gelegenheit wurde eine Hydraulikeinrichtung eingebaut, die es danach erlaubte, die Kipp-Loren hydraulisch zu entleeren. Der an die Lok angehängte Wagen zur Personenbeförderung wurde bis 1995 von der Bundesmarine als Munitionswagen in Laboe eingesetzt.

Beim Rundgang zeigt Andreas Knopf stolz auf die Lokomotive "LKM- NS 2H", die im Jahre 1952 von der Firma Lokomotivbau Karl-Marx-Babelsberg hergestellt wurde. Die Lok lief zuletzt in Ostdeutschland bei der Firma Verkehrstechnik Pfleiderer in Coswig. Im Jahre 2005 kam sie nach Schermbeck und wurde dort überarbeitet. H.Sch. Zur Sache

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