Auf den Polder-Park folgt das nächste Projekt

Abschlussfest nach 70 Tagen

Der Lippe-Polder-Park ist nach 70 Tagen Geschichte.Da wurde es beim Abschlussfest am Sonntag durchaus emotional. Doch es wird ein neues Projekt in Dorsten geben.

Dorsten

, 13.09.2015, 18:47 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer an diesem Sonntag noch an dem Erfolg des Lippe-Polder-Parkes zweifelte, für den hatte der „trockene Naturwissenschaftler“ Tobias Stockhoff einige Zahlen mitgebracht: Etwa 50.000 Menschen haben an 70 Tagen und bei 90 Veranstaltungen die Atmosphäre des Stadtparkes auf Zeit genossen, der am Sonntag mit einem emotionalen Fest sein Finale feierte.

Gemeinsames Singen zum Abschluss

Viele Polder-Freunde ließen es sich nicht nehmen, beim Kehraus dabei zu sein. Mit Notfall-Schirm in der Hand – das Polder-Wetter ist mittlerweile bekannt – liefen sie auf dem Deich entlang, hin zum Polder-Pavillon, um gemeinsam mit dem VHS-Chor und Leiter Bernd Wiemeyer Lieder von der Weite des Meeres und der Freiheit zu singen.

Viele Besucher ließen sich auch noch ein letztes Mal durch das Blumenmeer treiben – und nahmen ein Teil dieser Pracht mit nach Hause. Barbara Riehle entfernte behutsam die Samen von rotem Mohn und Margerite. In ihrem eigenen Garten will sie sie nach dem nächsten Winter pflanzen, damit diese „einmalige Idee“ weiter wächst.

Alle haben sich verantwortlich gefühlt

Eine einmalige Idee, für die sich alle miteinander verantwortlich gefühlt hätten, sagte Bürgermeister Tobias Stockhoff in seiner Rede. „Nach einer Veranstaltung mit 1200 Leuten reichte hier ein kleiner Zinkeimer, um den Müll einzusammeln. Dies war wirklich ein Bürgerprojekt.“ Für das viele Helfer im Hintergrund wirkten.

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Abschluss des Lippe-Polder-Parks

Hunderte Besucher waren am letzten Tag in den Lippe-Polder-Park gekommen, um gemeinsam zu singen und den Organisatoren für ihr Engagement zu danken.
13.09.2015
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Hermann und Monika Lichtenberg sind begeisterte Polder-Park-Fans und genießen auch den Abschied mit einem Bier und guter Laune.© Foto: Jennifer Riediger
Der Engel erheiterte Marion Taube sehr. Vor allem als Tobias Stockhoff auf die Ähnlichkeit der Frisuren hinwies.© Foto: Jennifer Riediger
Katharina und Peter Höring waren restlos begeistert von dem Stadtpark auf Zeit.© Foto: Jennifer Riediger
Jeder darf sich nun seinen eigenen Strauß pflücken, damit der Park zu Hause noch ein bisschen weiterlebt.© Foto: Jennifer Riediger
Barbara Rhiele nahm sich Samen von Mohn und Ringelblume für ihren eigenen Garten mit nach Hause.© Foto: Jennifer Riediger
Der VHS-Chor unterstützte die sangeskräftigen Zuschauer mit ihren Stimmen.© Foto: Jennifer Riediger
Die Pustifixe von Talking Horns traten zum Abschied auf.
Tief gerührt von der Rede umarmte Marion Taube Tobias Stockhoff.© Foto: Jennifer Riediger
Der Wind und das Meer spielten in allen Liedern beim Abschied des Lippe-Polder-Parkes eine Rolle.© Foto: Jennifer Riediger
Diese Farbenpracht können sich Besucher für den eigenen Küchentisch mit nach Hause nehmen.© Foto: Jennifer Riediger
Barbara Riehle freute sich über die Erlaubnis von Marion Taube, Samen von den Blumen mit nach Hause nehmen zu dürfen.© Foto: Jennifer Riediger
Bernd Wiemeyer dirigierte das Publikum und seinen Chor nicht nur, er erzählte auch die ein oder andere Hintergrundgeschichte zu den Liedern.© Foto: Jennifer Riediger
Uwe Sewz verdrückte ein paar Tränen, als sich Tobias Stockhoff bei ihm für seinen Einsatz bedankte.© Foto: Jennifer Riediger
Ein Teil des Schaukelbaum-Teams war auch am Sonntag da, um die Gäste zu bewirten.© Foto: Jennifer Riediger
Einen Blumenstrauß aus dem eigenen Garten und einen Bozener Engel bekam Marion Taube vom Bürgermeister geschenkt.© Foto: Jennifer Riediger
Viele hatten im Hintergrund mitgewirkt. Am Sonntag war der Tag sich bei ihnen zu bedanken.© Foto: Jennifer Riediger
Die Pustifixe von Talking Horns traten zum Abschied auf.© Foto: Jennifer Riediger
Mit dem Rad am Wasser entlang und dann einen kurzen Abstecher in den Polder-Park machen. Das ließen sich auch viele Besucher am letzten Tag nicht nehmen.© Foto: Jennifer Riediger
Die Blumen begeisterten die Besucher nicht nur im Beet.© Foto: Jennifer Riediger
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Stockhoff dankte ihnen mit herzlichen Worte und Geschenken, zuletzt Kuratorin Marion Taube. Für sie hatte er einen Bozener Engel aus dem Urlaub mitgebracht. „Nicht nur wegen der Frisur“, sagte er lachend und lobte Marion Taube, die sich fortan immer wieder in die kurzen braunen Haare griff, als „guten Engel“ des Parks. Sie habe, ebenso wie der Engel, mit verträumten Blick nach oben geschaut, Visionen gehabt und für diese dicke Bretter gebohrt. Das Ergebnis: eine wahre Bürger-Biennale.

"Wir küssen den Park auf Maria Lindenhof wach"

Und nun? Es wird weitergehen, dieses Geheimnis lüftete Stockhoff am Sonntag, und zwar wieder zwischen Lippe und Kanal, auf Maria Lindenhof. „Wir haben uns vorgenommen: Wir küssen den Park gemeinsam wach“, sagt Stockhoff. Und zwar 2017. Andre Dekker sagte unter dem Applaus der Zuschauer direkt zu. Und auch Matthias Feller, Chef der Sparkasse Vest in Dorsten, versprach: „Das kriegen wir gewuppt.“

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