Für Ingenieur Marcus Seidel, Heiko Kemper (Autobahnmeisterei Dorsten) und Markus Bröker (Autobahn GmbH, von hinten) lief die Autobahnsanierung zwischen Feldhausen und Dorsten bislang ziemlich reibungslos. Eine Fahrbahn in Richtung Süden ist fertig, am Montag wechseln die Bauarbeiter nach außen. © Stefan Diebäcker
Baustelle A 31

Auf der A 31 bei Dorsten wird es ab Montag drei Tage eng

Am Montag startet die zweite Phase der Dauer-Baustelle auf der A 31. Bis Mittwoch ist in einer Richtung immer wieder mit Stau zu rechnen. Eine Fahrspur ist gesperrt, eine Auffahrt auch.

Dieser Blick von der Autobahnbrücke an der Bestener Straße in Dorsten gefällt den Fachleuten. Unten rollt der Verkehr in beide Richtungen problemlos durch die Baustelle auf der A 31 zwischen Feldhausen und Dorsten. So war es meistens in den letzten Monaten, so wird es aber nicht bleiben. „Ach, wären wir doch schon mal eine Woche weiter“, sagt Markus Böker.

Der Fachmann aus dem Geschäftsbereich Bau und Erhaltung der Autobahn GmbH, Niederlassung Westfalen, ahnt, dass viele Autofahrer zwischen Montagmorgen (11.10.) und Mittwochabend (13.10.) im Stau stehen werden. Vor allem die, die in Richtung Bottrop unterwegs sind.

Denn um Punkt 9 Uhr, so ist es geplant, wird eine Fahrspur gesperrt, damit eine provisorische Leitplanke für die Phase zwei der Dauerbaustelle verlegt werden kann. Der Verkehr rollt dann nur noch auf einer Fahrbahn jenseits der Mittelleitplanke gen Süden, deshalb ist bis Mittwochabend auch die Auffahrt Dorsten-West dicht.

Gut für Autofahrer, schlechter für Bauarbeiter

Die Beschreibung in wenigen Worten verdeutlicht, dass eine mehr als fünf Kilometer lange Baustelle auf einer Autobahn eine logistische Herausforderung ist. Und beileibe nicht ungefährlich. „Wir hätten auch erst beide Fahrspuren in einer Richtung sanieren können und dann die andere Seite“, sagt Ingenieur Marcus Seidel. „Das wäre für die Bauarbeiter angenehmer gewesen, nicht aber für die Autofahrer.“ Die hätten sich dann nämlich monatelang in beide Richtungen auf sehr schmalen Fahrspuren quälen müssen.

„Es gab eigentlich keine Verkehrsprobleme bisher.“

Markus Kemper, Leiter der Autobahnmeisterei Dorsten

So jedoch wird immer nur eine Fahrspur „von innen nach außen“ saniert und der Verkehr daran vorbeigeführt. Experten nennen dass „3+1-Verkehrsführung“, aus Sicht der Autobahnmeisterei Dorsten die richtige Entscheidung. „Es gab eigentlich keine Verkehrsprobleme bisher“, sagt Leiter Markus Kemper. Nun allerdings folgen „drei unangenehme Tage“, obwohl wegen der Herbstferien vielleicht ein paar weniger Autos unterwegs sind. Aber weil nun viel mehr umgebaut werden muss.

Im Herbst 2022 soll alles fertig sein

Das gleiche „Spiel“ wiederholt sich dann im nächsten Jahr, wenn die Fahrspuren Richtung Emden erneuert werden. Insgesamt werden etwa 55.000 Quadratmeter befestigte Fläche hergestellt. „Der frostsichere Unterbau bleibt drin, die erneuerte Fahrbahndecke ist samt Tragschicht etwa 34 Zentimeter dick“, sagt Marcus Seidel. Und wenn die grundhafte Sanierung, wie sie genannt wird, im Herbst 2022 abgeschlossen ist, „sollte sie 20 bis 30 Jahre halten“. Etwa 15 Millionen Euro sind dann verbaut worden.

Was nicht heißt, dass die oberste Asphaltschicht nicht schon früher ausgebessert oder gar erneuert werden muss. Das nennt sich dann „normaler Verschleiß“.

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Stefan Diebäcker

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