Gemeinschaftliches Wohnprojekt sucht Mitstreiter und Nachbarn

rnAuf der Dimker Wiese

Grünes Licht fürs generationenübergreifende Wohnen: Initiatoren freuen sich, dass sie mit ihrem Wohnprojekt „Nachbarschaft Dimker Wiese“ loslegen können. Etwas Entscheidendes fehlt noch.

Wulfen-Barkenberg

, 20.05.2020, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Architekt Hannes Schmidt-Domogalla und der Vereinsvorsitzende der „Nachbarschaft Dimker Wiese“, Hansjürgen Rosenkranz, freuten sich letzte Woche sehr. Denn der Umwelt- und Planungsausschuss gab für das von ihnen anvisierte generationenübergreifende Wohnprojekt „Nachbarschaft Dimker Wiese“ grünes Licht. „Das war eine erfolgreiche Sitzung“, sagt Schmidt-Domogalla. „Endlich haben wir Planungssicherheit und können loslegen.“

Bis zu 30 Wohnungen sollen in einem Gebäudeensemble an der Dimker Allee zu Füßen der Schwarzen Finnstadt in Wulfen-Barkenberg gebaut werden. Dort, wo einst der Y-Bau stand und Hunderte Menschen im Riesenwohnhaus und oft unvereinbarer Nähe beherbergte.

Auf einem Teil des brachliegenden Geländes zwischen Ladenzeile und Schwarzer Finnstadt, einem zirka 4000 Quadratmeter großen Bereich, plant der Verein „Nachbarschaft Dimker Wiese“ deutlich kleiner, gefälliger und so, dass sich Jung und Alt mit ihrem Wohnsitz identifzieren und sich dort wohlfühlen können.

„Wir brauchen jetzt aber noch Mitstreiter, die an dem Entwurf und der Umsetzung des genossenschaftlichen Wohnbauprojektes finanziell und ideell teilhaben wollen“, werben Schmidt-Domogalla und Rosenkranz um weitere Nachbarn.

Interessenten bringen ihr Kapital mit ein

Ähnlich wie beim Kauf einer Eigentumswohnung beteiligen sich Interessenten mit Kapital am Wohnprojekt. „Den Investoren geht nichts verloren“, sagt Schmidt-Domogalla. Als Architekt hat er eine Menge praktische Erfahrungen mit dem Entwurf und der Umsetzung des gemeinschaftlichen Wohnens gesammelt.

Das Haus auf dem Gelände der ehemaligen Blauen Schule in Barkenberg ist ein Beispiel dafür, wie so etwas aussehen kann. Weitere Beispiele geben das gemeinschaftliche Wohnen „LiNa“ in Haltern sowie Referenzobjekte in Münster, Borken, Warendorf und Wuppertal ab. „Jedes Gebäude ist anders, da die Bewohner es mit ihren Ideen individuell ausgestalten“, sagt Schmidt-Domogalla.

Freies Schalten und Walten

Für die 20 bis 30 Wohnungen zwischen 60 und 100 Quadratmeter verspricht Domogalla einen besonderen Luxus: „Wir können frei schalten und walten“, denn das Grundstück könne nach Bedarf bebaut werden. „Sind es nur 20 Interessenten brauchen wir natürlich weniger Platz als bei 30.“

Gemeinschaftliche Grünanlagen, mehrgeschossige Gebäudeteile oder angebaute Wohnflügel sowie angegliederten Reihenhäuser für jüngere Familie: „Alles ist denkbar. “ Wie die Dimker Wiese gestaltet wird, entscheiden die künftigen Nachbarn in Sitzungen des Vereins mit. Der Verein hat natürlich eine eigene Homepage (nachbarschaftdimkerwiese.com). Interessenten sollten sich sputen: Ende des Jahres will der Architekt den Bauantrag bei der Stadt einreichen. Spätestens 2023 soll eingezogen werden.

Lesen Sie jetzt