Ausstellung mit vielen Gegensätzen

DORSTEN Am Mittwoch hat der Düsseldorfer Künstler Bernd Finkeldei seine großformatigen Werke in der oberen Woolworth-Etage aufgehängt, am Sonntag um 11 Uhr ist die offizielle Vernissage auf Einladung des Kunstvereins Virtuell-Visuell.

von Von Michael Klein

, 03.09.2008, 18:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bernd Finkeldei stellt seine Werke ab Sonntag in der oberen Etage des Woolworth-Hauses aus.

Bernd Finkeldei stellt seine Werke ab Sonntag in der oberen Etage des Woolworth-Hauses aus.

Bernd Finkeldei nutzt die Möglichkeiten, die die moderne Malerei ihm bietet. Dabei unterscheidet er nicht zwischen figürlichen und abstrakten Formen, experimentiert mit Schnitten, versetzt farbenprächtige Goldregen-Gemälde mit kleinen runden Freiflächen, als Sternbilder angeordnet und dadurch das Motiv kontrastierend. „Ich arbeite gern mit Gegensätzen“, erläutert der Künstler, „packe viel in die Bilder hinein“. Da finden sich glatte neben strukturierten Flächen, Farben neben Formen, zufällige neben kalkulierten Elementen. Es sind Bilder aus dem eigenen Besitz, die Bernd Finkeldei für die Ausstellung ausgesucht hat. „Manche habe ich seit Jahren nicht gesehen.“ Der Kontakt nach Dorsten lief direkt über Angelika Krumat, die Vorsitzende von Virtuell-Visuell. Denn deren ehemaliger Chef ist Kunstsammler und hat seine Bilder öffentlich ausgestellt - darunter auch Werke von Bernd Finkeldei.

„Eine imposante Landschaftskulisse von ihm hieß Katzenfrühstück“, erinnert sich Angelika Krumat. „Diesen Maler musste ich einfach kennen lernen.“ So kam es, dass Bernd Finkeldei die „Schattengold“-Ausstellung in Dorsten präsentiert, genannt nach einer fünf mal fünf Meter Boden-Skulptur, die er eigens für die Werkschau geschaffen hat. „Schattengold“ hat beim Aufbau am Mittwoch eine Menge gemacht, sie musste richtig zusammenpuzzelt werden. „Ich musste nach Vor-Skizze arbeiten, ich habe ja nur ein kleines Atelier.“ Die Ausstellungs-Werke hängen fast so wie im Katalog mit seinen virtuellen Ansichten. „Es gibt nur zwei, drei Änderungen“, sagt Bernd Finkeldei, der für den Katalog erstmalig selbst einen fiktiven Gang durch eine Ausstellung unternahm - mit assoziativen Texten, gleichzeitig aus Sicht des Künstlers wie aus der des Betrachters. Zum Bild „Geh nicht ins Wasser“ heißt es: „Ein Betonlandesteg in Form eine Fliegers, der nicht fliegen kann. Grau-schwarze Farbpünktchen warten in Gruppen. Grünes Meer. Chromoxydgrün ist die Hoffnung."  www.virtuellvisuell.de

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