Autobahn-Lärm nervt Östricher: Sanierung soll Abhilfe schaffen

rnLärmschutz

Lärm kann krank machen. Und viele Östricher sind genervt vom Krach auf der A31. Sie setzen ihre Hoffnung auf die geplante Sanierung des letzten Teilstücks. Oder doch gleich ein Tempolimit?

Dorsten

, 12.12.2019, 17:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Durch den Lärm auf der A31 fühlen sie viele Östricher gestört. In der für das Jahr 2021 geplanten Sanierung des Teilstücks zwischen Lippebrücke und Anschlussstelle Dorsten-West sehen sie nun die Chance auf Abhilfe. „Da könnte man doch sofort Flüsterasphalt verlegen“, sagt Werner Kapteinat vom Bürgerforum Östrich.

Umgebungslärm von Autos, Baustellen und Flugzeugen verursacht in der Regel keine Hörschäden, sondern erzeugt vor allem Stress. Bei andauernder Belastung können Herz-Kreislauf-Erkrankungen entstehen. Das sei bei Straßenlärm nachgewiesen, sagt der Hagener Umweltpsychologe Dirk Schreckenberg.

Jetzt lesen

Kommunen in Deutschland sind verpflichtet, Lärmaktionspläne aufzustellen, wenn an Schulen, Wohnungen, Krankenhäusern oder anderen schutzwürdigen Gebieten tagsüber ein Lärmpegel von 70 Dezibel (dB) und nachts von 60 dB überschritten wird. In Dorsten betrifft das folgende Straßen bzw. Straßenabschnitte: A31, A52, B225, B58, B224, L509, L463 sowie den Abschnitt der B225 Dorsten-Innnenstadt Richtung Süden bis zur Anschlussstelle A31/Kirchhellen-Nord. Die Entwürfe sind auf der Homepage der Stadt einsehbar.

Planungen bei Straßen.NRW schon fortgeschritten

Bei der jüngsten Sitzung der Stadtteilkonferenz diskutierten die Östricher auch eine weitere Möglichkeit zur Reduktion des Lärms: ein Tempolimit auf dem Teilstück der A31. Sie beschlossen, die Politik einzuschalten, und vertieften die Diskussion über die beiden Optionen vor einigen Tagen bei einem Termin mit dem Landtagsabgeordneten Michael Hübner (SPD). Der schlug vor, ein Gespräch mit der zuständigen Behörde Straßen.NRW in Östrich zu organisieren, an dem auch Vertreter aus anderen betroffenen Dorstener Stadtteilen teilnehmen sollen.

Autobahn-Lärm nervt Östricher: Sanierung soll Abhilfe schaffen

Östricher im Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Michael Hübner (2.v.r.) und der Dorstener SPD-Chefin Jennifer Schug (4.v.r.) zum Thema Lärm auf der A31 © privat

Beim Landesbetrieb ist man mit den Planungen allerdings schon weiter. Für den 2021 zu sanierenden Abschnitt kündigt Straßen.NRW-Sprecher Markus Miglietti an, dass es „keinen Flüsterasphalt geben wird“. Es werde stattdessen ein Gussasphalt verlegt, der ebenfalls lärmreduzierend wirkt. Damit habe man zuletzt im Bereich Lembeck gute Erfahrungen gemacht. Dieser Asphalt soll den Lärm um bis zu zwei Dezibel reduzieren.

Auf den bereits sanierten Abschnitten in der Nähe von Wohnbebauung im Großraum Östrich sei zudem schon ein offenporiger Asphalt verlegt worden, der Lärm um bis zu fünf Dezibel reduziere.

Und die Idee mit dem Tempolimit? „Das ist dann Sache der Bezirksregierung“, so Miglietti. „Die Bezirksregierung ordnet das an, wir setzen es gegebenenfalls dann um.“

Lesen Sie jetzt