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Autobahnpolizei fahndet nach Unfallverursacher

Tödlicher Unfall auf der A 31

Eine ungesicherte Stahlplatte verursachte am 30. Juli einen tödlichen Unfall auf der Autobahn 31. Die Polizei sucht noch immer nach dem Verursacher und wurde dabei jetzt von einem Kamerateam der VOX-Sendung "Auto Mobil" begleitet.

DORSTEN

23.08.2016 / Lesedauer: 3 min
Autobahnpolizei fahndet nach Unfallverursacher

Christoph Becker beanstandet bei einer Überprüfung die Ladung eines Transporters.

Ein 21-jähriger Mann aus Schüttorf hat mit seinem Leben für die Schludrigkeit eines anderen Verkehrsteilnehmers bezahlt. Der junge Mann starb am 30. Juli auf der Autobahn 31, als eine ungesicherte Stahlplatte vermutlich von einem LKW fiel und durch seine Windschutzscheibe geschleudert wurde (wir berichteten). 

Gemeinsam mit der VOX-Sendung „Auto Mobil“ (Sonntag, 28. August, 17 Uhr – 18.15 Uhr) fahndet die Autobahnpolizei in Münster jetzt nach dem Verursacher des grauenhaften Unfalls. Er konnte trotz zahlreicher Zeugenhinweise noch nicht aufgespürt werden.

Schreckliche Bilder

Der Sender spart dabei nicht mit schrecklichen Bildern. Sie zeigen den zerstörten Renault Twingo des jungen Mannes aus Schüttorf. Das Auto, das Richtung Autobahnkreuz Bottrop unterwegs war, durchbrach die Leitplanken, als die 4,3 Kilogramm schwere Stahlscheibe ins Wageninnere geschleudert wurde und den Fahrer auf der Stelle tötete.

Wer aber hat die Metallscheibe mit einem Durchmesser von 29,5 cm und einer Stärke von 0,8 cm verloren, von der ein weiteres gleichgroßes Exemplar auf der Gegenfahrbahn gefunden wurde? „Wir ermitteln in alle Richtungen. Es handelt sich eindeutig um eine verloren gegangene Ladung“, erklärt Leitender Polizeidirektor Rudi Koriath von der Polizeidirektion in Münster.

Aus großer Höhe gefallen

„Der Einschlagwinkel in der Frontscheibe des getroffenen Fahrzeuges ist ein klares Indiz dafür, dass die Metallscheibe aus großer Höhe gestürzt ist. Danach spricht vieles dafür, dass ein LKW-Fahrer der Verursacher gewesen ist“, so Ingenieur Norbert Todt von der Dekra in Duisburg. Der Unfallanalytiker macht allerdings auch klar: „Egal, wer der Verursacher ist: Vom Verlust der Ladung hat er höchstwahrscheinlich nichts mitbekommen.“

Todt kann sich in seiner langjährigen Laufbahn an keinen vergleichbaren Unfall erinnern, bei dem ein Autofahrer während der Fahrt erschlagen wurde: „Es sind geradezu schicksalhafte Komponenten zusammengekommen.“ 

Fehlverhalten beanstandet

Die Autobahnpolizei stellt bei regelmäßigen Kontrollen teilweise ungesicherte oder nachlässig gesicherte Ladungen fest. So fiel ein Transporterfahrer laut Auskunft der Polizei bei den Dreharbeiten durch besonders krasses Fehlverhalten auf: Holzbohlen und Gerüststangen auf der Ladefläche, die beim Bremsen heruntergefallen wären. Christoph Becker: „So ähnlich könnte es bei dem tödlichen Unfall auf der A 31 gewesen sein. Niemand macht das absichtlich, aber die Folgen sind fatal!“

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