Balkon bietet weiterhin frische Luft ohne Rauch

27.07.2007, 17:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Dorsten Aufregung klang in der Stimme unseres Lesers, als er uns informierte: Seit das Krankenhaus sich zur rauchfreien Zone erklärt habe, dürften Patienten nicht mehr auf die Balkone. Die seien gesperrt, um dort das Rauchen zu verhindern.

Kein Rauch mehr, aber auch keine frische Luft auf dem Balkon? Die Frage geht an Guido Bunten, den stellvertretenden Geschäftsführer des St. Elisabeth Krankenhauses.

Raum für Gespräche

"Das hat andere Gründe", klärt Bunten auf. Die Balkone auf den Stationen lagen hinter den Aufenthaltsräumen und diese wurden zu Büros umgebaut. Hintergrund ist die Umstellung der Krankenhausarbeit auf ein neues EDV-System (wir berichteten).

"Hierfür sind neue Arbeitszimmer für den ärztlichen Dienst und die Schwestern erforderlich." Somit mussten die Aufenthaltsräume und damit die Balkone umgewidmet werden. Es entstanden freundliche Besprechungszimmer, die für interne Dienstbesprechungen, aber auch für Arzt - Patientengespräche und die Erstuntersuchungen genutzt werden können. Da alle Gespräche vertraulichen Charakter haben, stehen damit die Balkone nicht mehr der Allgemeinheit zur Verfügung.

"Aber auf jeder Station gibt es nach wie vor die Möglichkeit, einen Balkon zu nutzen", betont Guido Bunten den weiteren Zugang zu frischer Luft für Kranke und Besucher. Allerdings seien es schon die schöner gelegenen Balkone, die aufgegeben werden mussten, räumt der stellvertretende Geschäftsführer ein.

Was allerdings durchaus wichtig bleibt: Auch auf den Balkonen besteht das Rauchverbot. Als Raucher-Asyl können die Freiflächen nicht verstanden werden. Sie sollen Frischluft-Zonen sein und bleiben. se

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