Barkenberger besuchen die marode Brücke an der Barkenberger Allee/Himmelsberg

Marode Brücken

Die Brücke an der Barkenberger Allee/Himmelsberg ist auf Stütze angewiesen. Abriss, Neubau, Sanierung - was funktioniert auf Dauer am besten? Das sollen die Barkenberger mit entscheiden.

Wulfen-Barkenberg

, 16.11.2018, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min
Versetzt betagte und gehbehinderte Barkenberger in Angst und Schrecken: die Unterführung unter der Brücke an der Barkenberger Allee. Denn die Rampe ist recht steil.

Versetzt betagte und gehbehinderte Barkenberger in Angst und Schrecken: die Unterführung unter der Brücke an der Barkenberger Allee. Denn die Rampe ist recht steil. © Claudia Engel

Die Wulfen-Konferenz befasste sich am Mittwochabend mit der Brücke und Unterführung an der Barkenberger Allee/Himmelsberg. Stadtbaurat Holger Lohse zählte Möglichkeiten auf, welche Probleme das marode Bauwerk macht. Er machte deshalb keinen Hehl daraus, dass er eine von fünf Planungsvarianten für besonders charmant hält: „Die Brücke abreißen und das Gelände einebnen, damit die Barkenberger die Barkenberger Allee barrierefrei überqueren können.“

Denn zurzeit ist die Benutzung der Unterführung kein Spaß für die betagt gewordenen Bewohner. Mit dem Rollator ist die Begehung sogar eine sportliche Herausforderung. Denn der Weg in die Unterführung ist so steil, dass Rollatoren und Räder zuweilen zu viel Schwung für die nicht mehr ganz so rüstigen Benutzer bekommen. „Die meisten Leute meiden die Unterführung deshalb, weil sie ihnen zu gefährlich erscheint“, meinte ein Barkenberger in der Stadtteilrunde.

Alle Alternativen sind recht kostspielig

Sanierung, Abriss, Neubau, Einebnung: Egal, welche Variante am Ende vom Bauausschuss der Stadt favorisiert wird, alle Alternativen kosten viel Geld. Die wohl günstigste ist, wie Holger Lohse verdeutlichte, die Sanierung der sichtbaren Schäden: „Kostet etwa 150.000 Euro, ist aber keine Garantie dafür, dass in den Folgenjahren weitere Kosten für den dauerhaften Unterhalt dazukommen“, sagte er.

Sanierung und/oder Neubau sind ebenfalls teuer: Zwischen 210.000 und 350.000 Euro würden in die Stadtkasse ein großes Loch reißen, zumal es für diese Maßnahmen wohl keine Fördermittel gibt. Deshalb bevorzugt der Stadtbaurat die Möglichkeit, die Brücke zu beseitigen und die Fläche einzuebnen, mit dem Ziel, Barrierefreiheit zu schaffen. „Das würde etwa 210.000 Euro kosten und es gäbe Zuschüsse von 65 Prozent, weil Barrierefreiheit hergestellt wird“, so Lohse.

Grundkonzept sieht Trennung von Autoverkehr und Fußgängern vor

Gegen diese Alternative spricht aber das Grundkonzept für Barkenberg. Die Väter der Infrastruktur haben Brücken, Straßen und Gehwege so gebaut, dass der Autoverkehr von Rad- und Fußgängern ferngehalten wird. Wird die Brücke entfernt, verschwindet eine weitere Komponente des Barkenberger Siedlungskonzeptes. Das behagt vielen Einwohnern nicht.

Welche Variante soll es also sein? Bei einem gemeinsamen Ortstermin mit Vertretern der Verwaltung sollen alle Möglichkeiten durchgespielt werden, um dem Bauausschuss die von den Bürgern bevorzugte Variante ans Herz legen zu können. Der Termin für die Ortsbegehung steht noch nicht fest. Die Verwaltung wird darüber rechtzeitig informieren.

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