Bauarbeiten am Freudenberg verzögern sich

Neue Ampelanlage

Der Zeitrahmen an der Großbaustelle Freudenberg an der Kreuzung der Bundesstraßen 58 und 224 war gesteckt. Eigentlich. Sieben Wochen werde gearbeitet - vom 6. August bis Ende September, hieß es zu Baustart. Nun verzögert sich das Vorhaben.

Holsterhausen

03.09.2015, 14:27 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bis hierher und nicht weiter! Leser Hans Schüssler beklagt die Situation für Fußgänger, vor allem aber Fahrradfahrer an der Baustelle an der Kreuzung Freudenberg: ?Das können nur Leute machen, die nie selber Fahrrad fahren!?

Bis hierher und nicht weiter! Leser Hans Schüssler beklagt die Situation für Fußgänger, vor allem aber Fahrradfahrer an der Baustelle an der Kreuzung Freudenberg: ?Das können nur Leute machen, die nie selber Fahrrad fahren!?

„Es wird bis Ende Oktober dauern“, betont Peter Beiske, Sprecher von Straßen-NRW in Bochum, gegenüber unserer Zeitung. „Wir haben ein bisschen später angefangen – und müssen mehr machen als ursprünglich geplant“, sagt er.

Komplettausbau

In einigen Bereichen sei vorgesehen gewesen, die Fahrbahndecke nur um vier Zentimeter abzutragen – „das reicht jedoch nicht, die vorgefundenen Schichten waren nicht so gut wie gedacht“. Komplettausbau heißt es deshalb nun. Eine Maßnahme, die natürlich mehr Zeit beansprucht. Verzögerung also ja – „das Projekt war aber auf 56 Tage Bauzeit ausgelegt. Dass es bis in den Oktober dauern würde, stand also eigentlich fest“, sagt Beiske nun.

Mehr also als sieben Wochen. In Zuge der Bauarbeiten wird die Ampelanlage – drei Jahre nur ein Provisorium – ersetzt, zudem soll der Kreuzungsbereich durch den Umbau verbreitert und so verkehrstüchtiger gemacht werden. „Unter anderem ist er dann auch fahrradfreundlicher“, betont Beiske. Bis dahin werden jedoch noch einige Wochen vergehen.

Kritik eines Lesers

Und aktuell, in der Bauphase, sei die Situation für Fußgänger wie Radfahrer sehr gefährlich, bemängelt unser Leser Hans Schüssler. Baken und Beschilderung stoßen ihm übel auf. „Umkehren oder Schneise durch die Dornen schlagen“, hießen die Alternativen für die Fußgänger, die aus Richtung Holsterhausen kämen, schreibt er in einer E-Mail an unsere Redaktion, der Seitenstreifen ist beidseitig gesperrt. Aus Richtung der Abfahrt der Autobahn 31 sei die Lage ähnlich, dort gebe es aber einen Trampelpfad abseits der Bundesstraße.

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Noch bedenklicher sei allerdings ohnehin die Fahrradsituation, zeigt Schüssler uns vor Ort: „Wer die Baken gestellt hat, war noch nie Fahrradfahrer. Da werden die Interessen sträflich missachtet“, moniert er – und weiter: „Sie müssen sich in die enge Baustellenspur einfädeln. Das ist so eng, wenn da Lastwagen fahren, hat man keine Chance – auch bei der Wiedereinordnung auf der anderen Kreuzungsseite“. Einschränkungen seien klar. Aber das könne man optimieren, „zumal der Platz das hergibt“. Straßen-NRW widerspricht.

Verkehrsführung ist vorgeben

Die Verkehrsführung sei von der Stadt vorgegeben – und auch nicht anders machbar: „Die Pläne sind ja so genehmigt, da geht es oftmals auch um die Versicherung von Arbeitsstellen. Die Barken wirken vielleicht sinnlos, sind es aber nicht“, sagt Beiske. Es sei richtig, dass es derzeit keine Fahrradwege gebe – „die Bauüberwachung sieht aber nicht, wie sich das verhindern lässt.“

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