Baustelle mit Staugefahr: Kanalbrücke in Dorsten wird zum Nadelöhr

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Da an Kanalbrücke und innerstädtischer Hauptverkehrsachse durch Dorsten Bauarbeiten geplant sind, kommt auf die Autofahrer monatelang ein Nadelöhr mit Staugefahr zu. Der Zeitplan steht nun.

Dorsten

, 15.10.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wegen Bauarbeiten an den Kanalbrücken in der Dorstener Innenstadt kommen schon bald auf die Autofahrer erhebliche Belastungen zu: Denn in beiden Richtungen wird die wichtige Dorstener Nord-Süd-Verkehrsachse (Borkener Straße, B 224) jeweils dort nur noch einspurig befahrbar sein. Stadtauswärts sogar ein Jahr lang. Ein Nadelöhr mit täglicher Staugefahr.

Während sich die Situation stadteinwärts auf den Bereich zwischen Abzweig Maria Lindenhof und Mercaden beschränkt, wird stadtauswärts die gesamte Strecke zwischen Mercaden und dem Gemeindedreieck für den Durchgangsverkehr über eine Fahrspur geführt.

Allein für Noteinsätze

Die zweite Fahrspur wird dort allein Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften für Notfall-Einsätze in beide Richtungen vorbehalten sein. Das ist der Tatsache geschuldet, dass sich in Dorsten „die Hauptfeuerwache nördlich des Kanals befindet und das Krankenhaus südlich“, so Projektleiter Günter Franz vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Duisburg.

Derzeit erfolgt die Umprogrammierung der Ampelschaltungen, um einen möglichst ungehinderten Verkehrsfluss gewährleisten zu können. Ab dem 21. Oktober (Mittwoch) werden die Verkehrsführungsschilder und -markierungen eingerichtet. Das dauert zehn Tage.

Ab 2. November

Die stadteinwärts führende Fahrbahn wird an der Kanalbrücke ab dem 2. November (Montag) auf eine Fahrspur reduziert, da hier zuerst die Fahrbahnübergänge in drei Bauabschnitten ausgetauscht werden. Auch hier wird laut Günter Frantz auf die Belange des Rettungsdienstes Rücksicht genommen. In Höhe der Maria-Lindenhof-Ausfahrt wird eine Ampel aufgebaut, die die Rettungskräfte im Notfall für sich umstellen können, was ihnen dann gleichzeitig auch eine Grünphase an der Mercaden-Kreuzung beschert.

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Beide Brückenbauwerke werden somit bis April 2021 nur einspurig befahrbar sein. Anschließend erfolgt der Austausch am östlichen Überbau. Die stadteinwärts führende Fahrbahn ist dann wieder zweispurig befahrbar. Die stadtauswärts führende Fahrbahn ist „noch bis Oktober 2021 mit einer Fahrspur im Bereich der Kanalbrücke eingeschränkt“, heißt es.

Übergänge in die Jahre gekommen

Grund für die Baustelle: Die Fahrbahnübergänge seien in die Jahre gekommen. Diese Übergänge sind Konstruktionsteile, die einen sicheren Übergang zwischen der Fahrbahn auf der Brücke und der angrenzenden Fahrbahn gewährleisten. Sie gleichen die Längenänderungen aus, denen eine Brücke bei warmen oder kalten Temperaturen ausgesetzt ist.

Zwei Jahre haben die Planungen laut Günter Franz gedauert. Er weiß, dass diese Pläne die kostenintensivsten aller Überlegungen sind. „Aber wenn wir so nur ein, zwei Leben retten können, weil Notarzt oder Feuerwehr gut durchkommen, hat sich das gelohnt.“

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