Beim "Telök" hat der Schwachsinn Methode

Best-of-Programm begeisterte

Man kann sie nur lieben oder hassen. Martin Fromme und Dirk Sollonsch hatten Glück: Das Publikum im Treffpunkt Altstadt liebte sie - und wie. Ihre irre Comedy-Show "Der Telök" mit dem Best-of-Programm "Ziemlich beste Feinde" sorgte für heftigste Lachattacken.

Dorsten

von Von Ralf Pieper

, 21.04.2013, 15:53 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Programm sprach schließlich alle fünf Sinne an: Irrsinn, Schwachsinn, Unsinn, Wahnsinn und Hintersinn. "Der Telök" präsentierte eine knallbunte Mischung aus Themen und Typen und ging mit seinem Humor öfter bis an die Schmerzgrenze. Es ging um eine Mafiosi-Hochzeit, Penisverlängerungen, den Discounter-Krieg zwischen Aldi und Lidl und um Defekte im Publikum. Diverse Scherze wurden in lockerer Reihenfolge eingestreut: "Wo wohnt die Katze? Im Miez-Haus." Ha, ha, ha!

Den Paten ehren

Immer wieder waren die Gäste im Treffpunkt Altstadt Teil des Programms. Demjenigen, der sich weigerte, dem Paten Don Vincenzo (Dirk Sollonsch) seine Wertschätzung zu zeigen, wurde die sofortige Beendigung seines Lebens angedroht. So blieb das Publikum lieber artig und küsste den Ring des Paten, tanzte mit ihm und schunkelte ihm zu Ehren zu einem Lied.

Beim nächsten Programmpunkt allerdings zeigten sich die Zuschauer prüde: "Der Telök" betrat die Bühne im hautengen Dress mit aufgenähter Männlichkeit und erklärte den Saal zur textilfreien FKK-Zone. Da alle Aufforderungen, sich auszuziehen, beim Publikum ohne Resultat blieben, sinnierten Sollonsch und Fromme über ihr bestes Stück: "Ich habe meine Penisverlängerung in Afrika machen lassen, denn das einzige, was die Afrikaner im Überfluss haben, ist Penis."Kampf der Discounter

Aldi und Lidl fochten auf der Bühne ihre Rabattschlachten aus. Sollonsch im Aldi-Dress und Fromme mit Lidl-Shirt unterboten sich ein ums andere Mal. "20 Cent und raus der Scheiß." Dann holte Aldi zum ultimativen K.o.-Schlag aus: "Ich biete die Familienpizza für Single-Haushalte, inklusive Familie zum Mit-am-Tisch-Sitzen und Mitessen."

Das Publikum musste seine Comedy-Tauglichkeit in verschiedenen Tests beweisen. Der Applaus wurde gemessen, das Lachen und die Zugabe-Rufe. Als es dann um die Gehirntätigkeit der Zuschauer ging, war das Ergebnis der Service-Techniker Sollonsch und Fromme ernüchternd: "Hier sind einige im Arsch. Die Hälfte kann man wegschmeißen."

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